Mobile-Studie von G+J Große Mehrheit der Smartphone-Nutzer sind always-on

Donnerstag, 11. August 2016
Das Smartphone gehört inzwischen zum Alltag dazu
Das Smartphone gehört inzwischen zum Alltag dazu
Foto: Fotolia_Rangizzz

Nachrichten lesen, nach dem Weg schauen, Chatten, Produktinformationen suchen - Smartphones sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Auch das Mediennutzungsverhalten wird durch die kleinen Alltagshelfer beeinflusst. Das geht aus der fünften Ausgabe der Studie "Mobile 360°" des Gruner + Jahr-Vermarkters G+J EMS hervor.
Die Zahlen sprechen für sich: Das mobile Internet ist für Smartphone-Besitzer zu einem selbstverständlichen Teil ihres Alltags geworden. 89 Prozent der Nutzer surfen mehrmals täglich mobil im Internet. Die tägliche Nutzungsdauer variiert allerdings abhängig vom Alter sehr stark: Während 72 Prozent der User unter 30 pro Tag mindestens 40 Minuten mobil surfen, liegt dieser Anteil bei den über 60-Jährigen lediglich bei 10 Prozent. In dieser Altersgruppe sind fast die Hälfte der Nutzer pro maximal 20 Minuten mobil online. Dabei wird das Handy sowohl zu Hause als auch unterwegs genutzt: Die meisten User zücken das Handy vor allem in Bus und Bahn (79 Prozent) und in Wartebereichen (77 Prozent) ums ins Internet zu gehen, aber auch zu Hause greift die Mehrheit der Nutzer oft zum Smartphone (73 Prozent).
Das Smartphone wird vor allem zur Überbrückung von Wartezeiten genutzt
Das Smartphone wird vor allem zur Überbrückung von Wartezeiten genutzt (Bild: G+J EMS)
Der Hauptgrund für den Griff zum Handy ist das Bedürfnis nach aktuellen Informationen (88 Prozent), dahinter folgen vor allem ganz praktische Nutzungsgründe: 73 Prozent schauen regelmäßig auf dem Smartphone nach dem Weg, 72 Prozent suchen lokale Informationen, 67 Prozent Informationen über Produkte oder Dienstleistungen. Die Nutzung sozialer Netzwerke folgt mit 58 Prozent erst an sechster Stelle.

Wie bereits zahlreiche andere Untersuchungen konstatiert auch die G+J-Studie, dass das Smartphone auch die Nutzung anderer Medien beeinflusst. So ersetzt das mobile Internet teilweise die Nutzung stationärer Geräte: 46 Prozent der Befragten gehen seltener mit dem PC oder dem Laptop online, seitdem sie mobil surfen. Beim Fernsehen fungiert das Smartphone bei 48 Prozent der Nutzer als Second Screen.
Informationen und praktische Anwendungen sind die Hauptgründe für die Nutzung
Informationen und praktische Anwendungen sind die Hauptgründe für die Nutzung (Bild: G+J EMS)
Während Werbung im stationären Web vielfach als störend wahrgenommen wird, akzeptieren immerhin 59 Prozent der Smartphone-Nutzer mobile Werbung. Wichtig ist den Usern allerdings, dass die Werbung die Nutzung des mobilen Angebots nicht beeinträchtigt.

"Das mobile Internet ist aus dem Lebensalltag der Verbraucher nicht mehr wegzudenken – gleiches gilt für Mobile Advertising im Mediamix", sagt Frank Vogel, Sprecher der Geschäftsleitung von G+J EMS: "Die Customer Journey hat sich durch die digitalen Kanäle in den letzten Jahren massiv verändert und in der Folge werden vor allem im Mobile-Bereich Push2Store- und insbesondere Push2Commerce-Lösungen unverzichtbar." Eine Auswahl der Ergebnisse der Studie gibt es auf der Website von G+J EMS. dh
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