Mobile Nutzung Pendler lehnen In-App-Werbung ab

Freitag, 05. Dezember 2014
Smartphone-Nutzer sind auf In-App-Werbung nicht gut zu sprechen
Smartphone-Nutzer sind auf In-App-Werbung nicht gut zu sprechen
Foto: Fotolia/Rangizzz
Themenseiten zu diesem Artikel:

Facit Smartphone Mediaplus Barbara Evans


Im öffentlichen Nahverkehr gehören Menschen mit dem Smartphone in der Hand mittlerweile zum gewohnten Bild. Facit Media Efficiency, eine Tochter von Mediaplus, hat nun das Nutzungs- und Surfverhalten von rund 2100 Pendlern untersucht. Sie sind zwar intensiv online, aber lehnen Werbung in Apps deutlich ab.
Mit 96 Prozent verfügen fast alle Pendler über ein Smartphone und nutzen es auf kurzen wie auch auf langen Strecken. Rund die Hälfte holt es sogar bei kurzen Wartezeiten hervor, zum Beispiel an der Supermarktkasse. 42 Prozent der Pendler haben zusätzlich auch ein Tablet. Es kommt jedoch vor allem während längerer Fahrzeiten zum Einsatz. Genutzt werden mobil vor allem kurze Informationshäppchen. Ob sie einen Anruf oder eine SMS erhalten haben, prüfen 87 Prozent der Pendler. 84 Prozent checken E-Mails oder lesen SMS. 79 Prozent schauen auf die Uhr, 58 Prozent in soziale Netzwerke. 57 Prozent lesen den Wetterbericht und rund die Hälfte Nachrichten.

„Man sollte diese deutliche Abwehrhaltung auch ernst nehmen. Gerade bei In-App-Werbung besteht derzeit noch ein deutliches Entwicklungspotenzial, was innovative und kreative Werbeformen betrifft.“
Barbara Evans
Der mobile Browser spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Rund zwei Drittel der Pendler nutzen häufig Apps, ein Drittel immerhin gelegentlich. In-App-Werbung, die bei den meisten Apps der Refinanzierung dient, lehnen sie jedoch in hohem Maße ab: Insgesamt rund 70 Prozent stören sich daran, bei den 18- bis 35-Jährigen sind es sogar knapp 80 Prozent.

Zwar wird Werbung in Umfragen häufig stärker abgelehnt als es im Alltag tatsächlich stört, doch Facit-Geschäftsführerin Barbara Evans warnt davor, den Befund auf die leichte Schulter zu nehmen: "Man sollte diese deutliche Abwehrhaltung auch ernst nehmen: Gerade bei In-App-Werbung besteht derzeit noch ein deutliches Entwicklungspotenzial, was innovative und kreative Werbeformen betrifft", sagte sie in einer Keynote beim Mobile Media Day.

Es müsse an neuen, idealerweise crossmedialen Konzepten gearbeitet werden. Denn Pendler lassen sich auch von anderen Werbeträgern aktivieren. Out-of-Home hat schon 65 Prozent der Befragten dazu gebracht, auf ihrem mobilen Gerät nach dem Abgebildeten zu suchen, Tv-Werbung 58 Prozent. Zeitschriften bringen es auf 48 Prozent, Tageszeitungen auf 36 Prozent, Schaufenster auf 35 Prozent. pap
Meist gelesen
stats