Mobile Advertising Mobile Marketing Association gründet deutsches Chapter

Donnerstag, 22. September 2016
Mark Wächter führt den deutschen Ableger der Mobile Marketing Association (MMA)
Mark Wächter führt den deutschen Ableger der Mobile Marketing Association (MMA)
Foto: Mark Wächter

Die Mobile Marketing Association (MMA) gründet einen deutschen Ableger. Das Chapter startet mit den Gründungsunternehmen Coca-Cola, Google, Facebook, SAP XM, Telefónica Deutschland, Unilever, Smaato und Adsquare. Die MMA Germany will mobilem Marketing so mehr Gehör verschaffen.

Mobile wächst auch in Deutschland stark. Während der Online-Vermarkterkreis (OVK) die Spendings, die in Display-Werbung auf Smartphones und Tablets fließen, gerade mal auf rund 204 Millionen Euro beziffert, schätzt E-Marketer das gesamte Volumen hierzulande bereits auf rund 2,27 Milliarden Euro. Die Diskrepanz ergibt sich unter anderem dadurch, dass Google und Facebook bereits den Großteil ihres Umsatzes mobil machen. Search und Social Media fließen in die OVK-Berechnungen jedoch nicht ein.

Deutschland ist damit auch bei Mobile einer der größten Märkte weltweit. Und einer, der am schnellsten zulegt. Smaato-CEO Ragnar Kruse beobachtet, dass "Deutschland beeindruckend schnell wächst". Entsprechend will die MMA auch hierzulande mehr Augenmerk auf mobile Werbung lenken.

Das Chapter wird geführt von Mark Wächter und Daniel Rieber, VP Marketing bei Adsquare. Wächter ist bereits seit der Jahrtausendwende mit Mobile befasst. Er ist Inhaber der Strategieberatung MWC.Mobi und leitet auch die Fokusgruppe Mobile im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Er wird Vorsitzender der MMA Germany, Rieber sein Stellvertreter. "Mobile Marketing ist zu einem der wichtigsten Kommunikationskanäle geworden und die Gründung eines spezialisierten Verbandes ist ein wichtiger Schritt für unseren Markt", glaubt Rieber.

Wächter und Rieber ist es wichtig, die MMA Germany nicht als Konkurrenz zum BVDW zu sehen. Sie soll nur deutlich fokussierter auf die Bedürfnisse der Werbungtreibenden abzielen und nicht wie der BVDW das gesamte mobile Ökosystem betrachten. "Die MMA ist die richtige Plattform für Marketingverantwortliche, um Know-how und Erfahrungen miteinander zu teilen", sagt Wächter. Dabei kommt vor allem die internationale Anbindung zum Tragen, die der BVDW in dieser Form nicht bieten kann. Beide Verbände wollen partnerschaftlich miteinander tätig sein. Dass das auch klappt, soll unter anderem dadurch gewährleistet werden, dass Wächter und Rieber sowohl in der Fokusgruppe Mobile im BVDW als auch in der MMA die handelnden Personen sind.

Dem Executive Committee der MMA Germany gehören außerdem an: Marlen Ring von Coca-Cola, Marianne Bullwinkel von Facebook, Dominik Wöber von Google, René Bellack von SAP XM, Ragnar Kruse von Smaato, Arne Kirchem von Unilever und Simon Dean von Telefónica. pap

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