Mobile Adblocking Nutzung von Werbeblockern im mobilen Internet wächst rasant

Dienstag, 31. Mai 2016
Immer mehr Smartphone-Nutzer blenden Werbung aus
Immer mehr Smartphone-Nutzer blenden Werbung aus
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Adblocker Page Fair Werbeblocker


Der Anti-Adblock-Dienstleister Page Fair hat aktuelle Zahlen zur Nutzung von Werbeblockern auf Smartphones vorgelegt. Demnach blockierten im März dieses Jahres 419 Millionen Smartphone-Nutzer weltweit Werbung im mobilen Internet. Damit beträgt der Anteil der Nutzer mobiler Adblocker 22 Prozent. Noch zu Beginn des Jahres war von gerade einmal drei bis vier Prozent die Rede.
Das zeigt, welche Dynamik Mobile Adblocking inzwischen an den Tag legt. Laut der Studie, die Page Fair gemeinsam mit dem App-Marktforscher Priori Data durchgeführt hat, hat die Nutzung von Adblockern im mobilen Internet im vergangenen Jahr um 90 Prozent zugenommen. Den größten Anteil daran haben mobile Browser, die Werbung per Voreinstellung ausblenden. Gerade in Wachstumsmärkten mit niedrigen Datenübertragungsraten wie China, Indien, Indonesien und Pakistan sind diese Browser stark verbreitet. Dort nutzen die Menschen in erster Linie mobile Endgeräte, um ins Internet zu gehen. In Indien beträgt der Anteil der Nutzer von mobilen Adblockern 60 Prozent, in China knapp 30 Prozent. Im gesamten Raum Asien-Pazifik beträgt die Adblocker-Rate 36 Prozent.

In Europa und Nordamerika gab es im Untersuchungszeitraum 14 Millionen aktive Nutzer von mobilen Browsern mit voreingestellter Werbeblockierung. In Europa sind diese Programme allerdings wesentlich beliebter: Hier kommen auf eintausend Smartphones 27 Nutzer. Zusätzlich wurden seit September 2014 4,9 Millionen Mal Werbung blockierende Apps heruntergeladen. Hierbei dominiert Nordamerika mit 9 Nutzern pro eintausend Smartphones. In Deutschland haben insgesamt 1,1 Millionen Nutzer einen Browser mit Werbeblocker aktiviert.
Adblocking
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Wesentlich geringer als befürchtet fällt der Effekt von Apples mobilem Betriebssystem iOS 9 aus, das erstmals den Einsatz von mobilen Adblockern erlaubte. In den USA haben lediglich 2 Prozent der Nutzer ein entsprechendes Programm heruntergeladen. 

Im August vergangenen Jahres hatten Page Fair und Adobe ermittelt, welcher Schaden Publishern und Werbungtreibenden durch Adblocker entsteht. Den Publishern gingen im Jahr 2015 demnach 21,8 Milliarden US-Dollar an Werbeeinnahmen verloren. 2016 sollen sich die Verluste durch den Einsatz von Werbeblockern sogar auf 41,4 Milliarden Dollar summieren. ire
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