Mittelrhein-Verlag "Mainzer Rhein-Zeitung" wird eingestellt

Freitag, 20. September 2013
Christian Lindner gab die Einstellung der "MRZ" bei Twitter bekannt
Christian Lindner gab die Einstellung der "MRZ" bei Twitter bekannt

Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt wird ab dem kommenden Jahr zum Einzeitungskreis: Wie Christian Lindner, Chefredakteur der "Rhein-Zeitung" in Koblenz bei Twitter bekannt gab, wird die Lokalausgabe in Mainz zum Jahresende eingestellt. Die "Mainzer Rhein-Zeitung" (MRZ) existiert seit 26 Jahren und erschien zuletzt in einer Auflage von knapp 7000 verkauften Exemplaren.


In Mainz sei die Lokalausgabe des Koblenzer Mittelrheinverlags zwar "beliebt, aber nicht rentabel", schreibt Lindner im Kurznachrichtendienst Twitter. Das Aus bedeutet die Kündigung für 16 Mitarbeiter aus Redaktion und Sekretariat. Der Mittelrheinverlag will sich künftig auf sein wirtschaftlich gesundes Kerngebiet mit 13 Lokalausgaben konzentrieren und außerdem sein Digitalangebot wie auch die Entwicklung eines Redaktionssystems ausbauen, sagte RZ-Marketingleiter Oliver Moll der Nachrichtenagentur dpa. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordert für die entlassenen Mitarbeiter einen Sozialplan.

Die "Mainzer Rhein-Zeitung" wurde 1987 als Konkurrenz zur "Allgemeinen Zeitung" ins Leben gerufen, konnte dem Platzhirschen aus der Verlagsgruppe Rhein-Main allerdings nie wirklich gefährlich werden und blieb mit der Auflage deutlich unter den angepeilten 10.000 Exemplaren. Vor drei Jahren versuchte die "Mainzer Rhein-Zeitung" mit einem Relaunch als reine Stadtzeitung dem Marktführer Leser abzujagen - mit mäßigem Erfolg. Damals wanderten die lokalen Seiten an den Anfang der Zeitung, auch die anderen Ressorts begannen mit vorrangig regionalen Themen. fam
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