Mit Abschluss der Spiele in Rio Olympischer TV-Sender nimmt den Betrieb auf

Montag, 22. August 2016
Der Olympic Channel ist eines der ehrgeizigsten Projekte von IOC-Präsident Thomas Bach
Der Olympic Channel ist eines der ehrgeizigsten Projekte von IOC-Präsident Thomas Bach
Foto: IOC/Alexander Hassenstein

Der olympische Fernsehsender ist gestartet. Mit dem Erlöschen der olympischen Flamme im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro nahm der Sender in der Nacht zum Montag den Betrieb auf. Es ist eines der ehrgeizigsten Vorhaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Die Programmmacher versprechen den Eintritt der olympischen Bewegung ins digitale Zeitalter. Das Projekt war Ende 2014 von den IOC-Mitgliedern beschlossen worden.

Bei einer Präsentation hatte Direktor Yiannis Exarchos im Vorfeld des Sendestarts gesagt: "Die olympische Bewegung will der jungen Generation den Sport und einen aktiveren Lebensstil näher bringen. Das ist das Ziel." Programm und Inhalte sollen für Smartphones optimiert sein und leicht in sozialen Netzwerken konsumiert und geteilt werden können. "Man sollte diesen Sender eher eine digitale Dialog-Plattform nennen", hatte Exarchos erläutert.

Der Kanal ist kostenlos und soll 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr auf Sendung sein. Zunächst sendet er in Englisch. Angebote in anderen Sprachen sollen folgen. Mit dem Ende der Olympischen Spiele in Rio stehen in den Shops von Google und Apple die Apps bereit. Es gibt zudem eine Webseite. Das Programm ist ein Mix aus Sportereignissen, aufbereitetem Archivmaterial, Nachrichten, Dokumentationen.
Thomas Bach
Bild: IOC/Alexander Hassenstein

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Der Sender hat seinen Sitz in der spanischen Hauptstadt Madrid und beschäftigt ein Team von etwa 90 Mitarbeitern aus 21 Ländern. Das vom IOC für den Zeitraum von 2014 bis 2021 genehmigte Budget beläuft sich auf 490 Millionen Euro. dpa

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