Milliarde erreicht Bertelsmann vermeldet Gewinn-Sprung

Dienstag, 22. März 2016
Bertelsmann präsentiert glänzende Zahlen
Bertelsmann präsentiert glänzende Zahlen
Foto: Bertelsmann
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Bei Bertelsmann laufen die Geschäfte blendend. Der Konzern hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr massiv gesteigert, auch beim Umsatz konnten die Gütersloher vor allem Dank der guten Entwicklung von RTL zulegen. Weniger erfreulich ist dagegen die Entwicklung bei Gruner + Jahr.
Nach einem jahrelangen Umbau des Unternehmens vermeldet der Medienkonzern Bertelsmann einen Gewinnsprung um mehr als 90 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Vorstandschef Thomas Rabe verkündete am Dienstag in Berlin die Bilanzzahlen für das Geschäftsjahr 2015. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro. Den größten Anteil am Gewinn steuerte die RTL Group mit einem Gewinnzuwachs von 21 Prozent auf 789 Millionen Euro bei. Rabe zeigte sich zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. "Das gibt uns die Gewissheit, dass wir bei dem Umbau auf einem guten Weg sind", sagte Rabe der Deutschen Presse-Agentur.
Bertelsmann Zentrale Firmenschild
Bild: Foto: Bertelsmann

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Bertelsmann-CEO Thomas Rabe
Bertelsmann-CEO Thomas Rabe (Bild: Bertelsmann)
Anders als RTL verliert d
er Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr weiter an Umsatz. Das teilte Bertelsmann als Eigentümer am Dienstag in Berlin mit. Das Hamburger Verlagshaus ("Stern", "Brigitte", "Geo") hat beim Umsatz 2015 ein Minus von rund 12 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro verbucht. Verantwortlich dafür seien Betriebs-Verkäufe im Ausland und sinkende Anzeigen-Erlöse, teilte Bertelsmann am Dienstag bei der Bilanz-Pressekonferenz mit.

Bertelsmann hat 2014 die restlichen Anteile (25,1 Prozent) an G+J übernommen und treibt seitdem den digitalen Umbau, aber auch den Ausbau seines Magazin-Angebotes ("Barbara", "Stern Crime") voran. Die hierfür nötigen Investitionskosten drückten den operativen Gewinn im vergangenen Jahr um knapp 23 Prozent auf 128 Millionen Euro. Gruner + Jahr hatte Ende 2015 mehr als 13 000 Mitarbeiter, im Vorjahr waren es noch 8168. Dieser Anstieg geht zum größten Teil auf die Eingliederung von Zeitungsboten in das Unternehmen zurück. dpa

 

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