Mid-Rolls in Videos Facebook bietet ab sofort Unterbrecher-Werbung an

Freitag, 24. Februar 2017
Facebook gibt Werbekunden mehr Möglichkeiten bei der Buchung von Videokampagnen
Facebook gibt Werbekunden mehr Möglichkeiten bei der Buchung von Videokampagnen
Foto: Facebook
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Wie können Publisher mit Facebook-Videos Geld verdienen? Und wie kann Facebook selbst aus der Vermarktung von Videos mehr herausholen? Um diese Fragen zu beantworten, hat Facebook nun einen ersten Test mit Unterbrecher-Werbung in Videos gestartet.
Dass Facebook diesen Test starten will, war bereits vor einigen Wochen bekannt geworden. Nun ist es so weit: Wie "Recode" berichtet, setzt derzeit eine kleine Gruppe US-Publisher die Mid-Rolls ein. Die Werbespots beginnen frühestens nach 20 Sekunden und müssen bei längeren Videos mindestens zwei Minuten auseinanderliegen. Die Werbeerlöse werden aufgeteilt: 55 Prozent gehen an den Publisher, 45 erhält Facebook. Dieses Revenue-Share-Modell kennt man bereits von Youtube. Ein weiterer Test mit Unterbrecher-Werbung geht derweil in Serie: Im Sommer vergangenen Jahres hatte es Facebook erstmals ermöglicht, Werbespots in Live-Videos einzuklinken. Laut "Recode" kann ab sofort jeder US-Publisher mit 2.000 oder mehr Fans, der jüngst mindestens 300 Zuschauer mit einem Live-Video errreicht hat, 20-sekündige Werbevideos in einen Livestream einbinden. Das geht allerdings nur, wenn das Live-Video länger als vier Minuten dauert und mindestens 300 Zuschauer hat. Hierbei gilt das gleiche Revenue-Share-Modell wie bei normalen Videos.
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Bild: Facebook

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Dass Facebook auf Mid-Rolls setzt, ist ein kluger Schachzug: Pre-Rolls, also vorgeschaltete Video-Werbung, gelten bei den Nutzern als eine der nervigsten Werbeformen. Außerdem dürfte es für einen Nutzer, der durch seinen News-Feed scrollt und bei einem interessanten Video hängen bleibt, ein ziemlicher Rausschmeißer sein, wenn dann als erstes eine Werbeanzeige startet. Youtube hat die Zeichen der Zeit schon erkannt und zumindest angekündigt, künftig keine nicht überspringbaren 30-sekündigen Pre-Rolls mehr anzubieten.

Facebook beginnt mit der Ausweitung der Video-Werbung nur wenige Tage nach der Ankünigung, eine neue App für Smart-TVs zu starten. Damit können Nutzer Facebook-Videos auch auf dem großen Screen ansehen. Für Werbungtreibende dürfte es ein entscheidendes Kriterium sein, wo das Video konsumiert wird: Mobile Screens werden in der Regel zwischendurch genutzt, wohingegen der große TV-Bildschirm in einer "Laid-Back-Situation" zum Einsatz kommt - was die Werbewahrnehmung nachweislich verändert. ire
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