Metrics FYI Facebook informiert erneut über fehlerhafte Metriken

Montag, 12. Dezember 2016
Facebook übt sich weiter in Transparenz
Facebook übt sich weiter in Transparenz
Foto: Facebook
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Facebook Meßmethode Werbekunde Instagram


Vor wenigen Wochen hatte Facebook angekündigt, Werbekunden und Agenturen künftig proaktiv zu informieren, wenn man Änderungen an den Messmethoden und Metriken für Posts und Kampagnen vornehme. Nun erfolgt wieder ein solches "Metrics FYI". Dieses Mal sind die geschätzte Reichweite für Werbekampagnen und die Anzahl der Reaktionen bei Live-Videos betroffen.
Wie Facebook in einem Blogpost erklärt, werde die Methodik zur Errechnung der geschätzten Reichweite von Werbekampagnen auf Facebook, Instagram und im Audience Network angepasst. Erstellt ein Werbungtreibender eine Anzeige, schätzt das Facebook-Tool, wie viele Nutzer von der Kampagne erreicht werden - sowohl insgesamt als auch auf täglicher Basis. Nach dem Update könnte die im Tool angezeigte geschätzte Reichweite um 10 Prozent steigen oder sinken, heißt es in dem Blogpost. Ausgelaufene Kampagnen seien von dem Update nicht betroffen, heißt es.
Facebook passt die Errechnung der geschätzten Reichweite von Kampagnen an
Facebook passt die Errechnung der geschätzten Reichweite von Kampagnen an (Bild: Facebook)
Die zweite Änderung betrifft Live-Videos. Bislang weisen die Facebook-Statistiken in der Spalte "Reactions on Post" lediglich eine Reaction pro Unique User aus. Nutzer haben bei einem Live-Broadcast allerdings die Möglichkeit, mehrmals mit einer Reaction wie "Like", "Wow" oder "Haha" zu reagieren. Weitere Reaktionen eines Nutzers seien bislang fälschlicherweise in der Spalte "Reactions from Shares of Post" aufgeführt worden. Mitte Dezember soll das geändert werden. Dadurch könne die in der Spalte "Reactions on Post" angezeigte Zahl im Schnitt um 500 Prozent steigen, während "Reactions from Shares of Post" um 25 Prozent sinken werde. Die angezeigte Gesamtzahl der Reactions sei zu jeder korrekt gewesen, betont Facebook.
Die Anzahl der Reactions auf Live-Videos wird künftig anders ausgewiesen
Die Anzahl der Reactions auf Live-Videos wird künftig anders ausgewiesen (Bild: Facebook)
Dies ist bereits das dritte Mal, dass Facebook seine Kunden über fehlerhafte Metriken informieren muss. Ende September wurde bekannt, dass das Unternehmen die durchschnittliche Sehdauer von Videos massiv überschätzt hatte. Gut vier Wochen später erfolgte ein Update mit weiteren Messfehlern. Dies brachte Facebook harsche Kritik aus der Branche ein - und sogar drei Klagen von Kunden in den USA. In Deutschland drängen Kunden, Agenturen und Vermarkter daher darauf, dass sich Facebook stärker Drittanbietern öffnet und enger mit den hiesigen Branchenteilnehmern zusammenarbeitet.

Facebook hatte in der Folge kundgetan, die Drittanbieter-Verifizierung auszuweiten. Zudem beteiligt sich das Unternehmen in Deutschland an der Initiative zur Verbesserung der Werbewirkungsforschungire
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