Metamedienblog Turi2 kabbelt sich mit Thomas Knüwer und Stefan Niggemeier

Montag, 13. April 2015
Der Aufmacher über Thomas Knüwer auf Turi2
Der Aufmacher über Thomas Knüwer auf Turi2
Foto: Screenshot Turi2

Frühmorgendlicher Hahnenkampf via Twitter: Peter Turi stichelt in seinem Morgen-Newsletter gegen Thomas Knüwer und Stefan Niggemeier. Die beiden journalistischen Alphatiere reagieren prompt - und höchst unterschiedlich.

Turi vs. Knüwer

"Heute morgen Turi2 lesen ist ein bisschen, wie in der BUNTE blättern", twitterte NDR-Redakteur Dirk Zblewski (@test-signal) am Montagmorgen. Der Mediendienst hatte am Montagmorgen damit aufgemacht, dass die "Bild am Sonntag" den Blogger und Digital-Berater Thomas Knüwer als "Troll" bezeichnet hatte. Knüwer hatte im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Germanwings-Absturz behauptet, die "Bild" hätte Kindern Geld für Informationen über Absturz-Opfer angeboten, was nachweislich nicht stimmte. Knüwer reagierte verschnupft. Via Twitter wirft er Turi vor, seit Monaten einen "immer aggressiveren Ton" anzuschlagen und sich über handelnde Personen lustig zu machen.
"Früher sachliche Alternative, heute s w d anderen", so das Urteil des ehemaligen "Handelsblatt"-Redakteurs. "Wer hätte gedacht, das Thomas Knuewer mal für braven Mee-too-Journalismus plädiert ;-)", versuchte Turi2 die Wogen zu glätten.

Turi vs. Niggemaier

Auch Stefan Niggemeier dürfte heute nicht besonders gut auf Turi2 zu sprechen sein. Der Mediendienst hatte dem streitbaren Medienjournalisten "Bild-Methoden" vorgeworfen, weil er in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" eine außereheliche Affäre von Springer-Chef Mathias Döpfner publik gemacht habe. Tatsächlich hatte Niggemeier in der FAS-Kolumne "Die lieben Kollegen" über das Buch "Nach Feierabend" der beiden früheren "Welt"-Redakteurinnen Kathrin Spoerr und Britta Stuff geschrieben.

In einer Passage des Buches heißt es, der Chef eines fiktiven, aber ganz offensichtlich an Axel Springer angelehnten Unternehmens sei "bei seiner Geliebten". Niggemeier reagiert sachlich: "Lesen hilft", richtete er einen Tweet an Turi. "Ich unterstelle Döpfner nichts. Der Absatz bezieht sich auf das fiktive Unternehmen im Roman." Was Focus Online indes nicht daran hinderte, aus der Kolumne eine Story mit der Headline "'Frankfurter Allgemeine' greift Mathias Döpfner an" zu machen.
Den treffendsten Kommentar zu dem Zwist steuerte Stern.de-Chef Philipp Jessen bei: "9.13 Uhr. Tagessieger steht fest." twitterte der ehemalige "Gala"-Vize augenzwinkernd mit dem Hashtags #metamedienblog und #wennkritikerkritisiertwerden - um sich kurz darauf mit dem Hinweis #lasttweet und #jetztarbeiten auf der Diskussion auszuklinken. dh

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