Messenger-Dienst "Simsme" Deutsche Post will Whatsapp & Co angreifen

Donnerstag, 14. August 2014
Der Post-Messenger heißt "Simsme" (Foto: DP)
Der Post-Messenger heißt "Simsme" (Foto: DP)

Die Deutsche Post erweitert ihr Portfolio um einen eigenen Messenger-Dienst und macht damit künftig Whatsapp, Threema und Co Konkurrenz. Mit der kostenlosen App "Simsme" können Kunden ab sofort Textnachrichten sowie Bilder, Videos, Kontakte und Standort-Informationen verschicken. USP gegenüber Marktführer Whatsapp soll der hohe und verlässliche Schutz der Daten sein. Alle Nachrichten werden automatisch beim Absender verschlüsselt und können nur beim Empfänger wieder entschlüsselt werden. Kostenlose Verwendung, dank sicherer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kein unerwünschtes Mitlesen durch Dritte und keine Nutzung für Werbezwecke - das verspricht die Deutsche Post für ihren Messenger. Ein ambitioniertes Projekt. Außerdem soll der User bei "Simsme" alle Rechte über seine Inhalte - darunter auch Bilder und Videos - behalten. Die App ist für Android- und iOS-Geräte verfügbar.

Trotz aller Sicherheitsversprechen hat die Post noch eine Steigerung in petto: Wer ganz sensible Nachrichten verschicken möchte, kann die App zusätzlich für 0,89 Euro für bestimmte Daten mit einer Selbstzerstörungsfunktion ausstatten. "Wir sorgen für höchstmöglichen Datenschutz nach den strengen deutschen Gesetzen, und zwar ohne dass der Nutzer dabei einen Mehraufwand hat", sagt Marco Hauprich, Senior Vice President Mobile & New Media bei der Deutschen Post.

Weltmarktführer Whatsapp mit mehr als 500 Millionen Nutzern steht seit einiger Zeit in der Kritik, nicht verlässlich mit den Daten seiner Kunden umzugehen. Als der Messenger-Dienst im Februar vom sozialen Netzwerk Facebook für 19 Milliarden US-Dollar gekauft wurde, fürchteten viele Nutzer um ihre persönlichen Details, was der Konkurrenz von Threema einen großen Mitgliederzuwachs bescherte. Der kostenpflichtige Schweizer Anbieter wirbt mit der Sicherheit seiner Daten. fam
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