Merkels iPhone meets Public Enemy Wie Idealo.de die NSA-Affäre werblich ausschlachtet

Mittwoch, 06. November 2013
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Alle Welt spricht derzeit über die umstrittenen Praktiken des US-Geheimdienstes NSA, den Spähangriff auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und vermeintliche Abhörstationen auf Botschaftsgebäuden in Berlin. Idealo.de nutzt jetzt den Skandal für Werbung in eigener Sache und greift das Thema auf gleich zwei ganzseitigen Anzeigen in der "Bild"-Zeitung auf. "Was haben Frau Merkels iPhone, ein NSA Server und die letzte Public Enemy Platte gemeinsam?", steht auf dem 1/1-Motiv, das zunächst einen konkreten Absender vermissen lässt. Wer dahinter steht, erfahren die Leser des Boulevardblatts erst nach dem Umblättern. "Du kriegst alle günstiger auf Idealo.de", outet sich die nach eigenen Angaben größte Preisvergleichs-Website Deutschlands auf einem weiteren ganzseitigen Werbemotiv.

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Die aktuellen Anzeigen sind nicht die ersten, die Idealo.de in der "Bild"-Zeitung schaltet. Bereits seit einigen Wochen ist das Preisvergleichsportal mit jeweils zwei ganzseitigen Anzeigen in der "Bild" präsent. Den Brutto-Preis in Höhe von satten 445.000 Euro, den Springer laut seiner offiziellen Preisliste für eine 1/1-Anzeige in der "Bild" abruft, muss Idealo.de aber wohl nicht bezahlen. An dem Online-Angebot, das nach eigenen Angaben Preisvergleiche zu mehr als 125 Millionen Angeboten von mehr als 30.000 Onlineshops bietet, ist Axel Springer ist mit 74,9 Prozent beteiligt. Daher ist es naheliegend, dass der Mediawert intern verrechnet wird oder dass Idealo.de zumindest eine Art Freundschaftspreis zahlen muss. mas
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