Meetrics Viewability Benchmarks II/2017 Sichtbarkeitsraten für Display- und Video-Ads leicht im Aufschwung

Dienstag, 25. Juli 2017
Max von Hilgers, Co-Gründer von Meetrics
Max von Hilgers, Co-Gründer von Meetrics
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Sichtbarkeitsrate Meetric IAB


Mit den Sichtbarkeitsraten von Display-Ads geht es in Deutschland wieder leicht bergauf: Nach der Talfahrt zu Beginn des Jahres ist die Sichtbarkeit von Display-Werbekampagnen hierzulande um zwei Prozentpunkte auf 57 Prozent angestiegen. Das ergeben die aktuellen "Viewability Benchmarks", die der Ad-Verification-Anbieter Meetrics quartalsweise herausgibt. Erstmals wurden dabei auch die Benchmarks im Bereich Video-Ads erhoben - und die zeigen gleich eine positive Tendenz.
Demnach liegt die Viewability von Video-Ads in Deutschland bei 69 Prozent. Grund dafür ist laut Meetrics vor allem die effiziente Platzierung von Video-Werbung, beispielsweise als Pre-Rolls oder integriert in einen Stream. Zudem vergleicht der Benchmark-Report auch den direkten Einkauf von Werbeplatzierungen mit programmatischen Ausspielungen. Das Ergebnis: Die direkt angesteuerten Platzierungen weisen mit 59 Prozent eine bessere Sichtbarkeit auf als die programmatischen (52 Prozent). "Es zeigt sich, dass die Werbeplatzierungen im Direct Buying zwar teurer sind, die gemessenen Sichtbarkeitsraten in einem brandsafen Umfeld jedoch auch erfolgreicher sind, als die breiter gestreuten programmatischen Platzierungen", sagt Max von Hilgers, Managing Director und Co-Founder von Meetrics.
Was die Sichtbarkeit von Display Ads angeht, bleibt Österreich im europäischen Vergleich Spitze
Was die Sichtbarkeit von Display Ads angeht, bleibt Österreich im europäischen Vergleich Spitze (Bild: Meetrics)
Im Vergleich der größten europäischen Märkte liegt Deutschland in puncto Sichtbarkeitsraten von Display-Ads weiterhin hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter Österreich (+2 Prozentpunkte, 69 Prozent) und Frankreich (-2 Prozentpunkte, 58 Prozent) auf Platz 3. Die rote Laterne hat weiter Großbritannien inne (+4 Prozentpunke, 51 Prozent).

Insgesamt zieht Meetrics-Chef von Hilgers ein positives Fazit für das zweite Quartal 2017: "Die verbesserten Benchmarks sind auf jeden Fall positiv zu werten. Sie belegen, dass Bemühungen zur Verbesserung der Sichtbarkeit Wirkung zeigen. Jedoch liegen wir in Deutschland noch immer nur im europäischen Mittelfeld. Advertiser, Publisher und Agenturen sollten gleichermaßen Initiative zeigen, gute Viewability-Werte zu erreichen." Im Bereich der Video Ads sehe es da schon besser aus: "Im richtigen Umfeld platziert und ohne einen Anreiz zu bieten, zu einem anderen Content zu scrollen, erreichen sie in unseren Viewability Benchmarks gute Sichtbarkeitswerte", so von Hilgers weiter.

Die kompletten "Viewability Benchmarks" gibt es auf der Meetrics-Webseite zum kostenfreien Download. In den vierteljährlichen Reportings gibt Meetrics einen Überblick zu Sichtbarkeitsraten und durchschnittlichen Sichtbarkeitsdauern. Grundlage für Meetrics' Viewability Benchmarks ist die Richtlinie "50/1" des IAB und des Media Rating Councils. Demnach müssen mindestens 50 Prozent der Werbemittelfläche für mindestens eine durchgehende Sekunde im sichtbaren Bereich des Browsers gewesen sein. Bei Video Ads lautet die Empfehlung "50/2"; das bedeutet, dass das Werbemittel mindestens mit 50 Prozent seiner Fläche für wenigsten 2 Sekunden sichtbar geworden sein muss. tt
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