Medienmarkt Deutschland "NZZ" und "Der Standard" starten Digitalangebote für deutsche Leser

Dienstag, 25. Juli 2017
Die deutsche Website von "Der Standard"
Die deutsche Website von "Der Standard"
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NZZ Deutschland Bundestagswahl Neue Züricher Zeitung BDZV


Zwei Monate vor der Bundestagswahl startet das Schweizer Traditionsblatt "Neue Züricher Zeitung" einen Abo-Service für Kunden in Deutschland. Seit Dienstag ist das E-Paper "NZZ Perspektive" auf dem Markt. Es ist eine verschlankte Version der Zeitung, ohne den Wirtschafts-, Schweiz- und Zürichteil, wie Projektkleiter Michaël Jarjour berichtete. Jeweils am Nachmittag bekommen Abonnenten Zugang zu den in Deutschland besonders populären Artikeln auf der Website der Zeitung NZZ.ch.

Die Deutschen schätzten den "unaufgeregten Blick von außen und die liberale Haltung der NZZ", ist der Verlag überzeugt. Das Paket kostet zehn Schweizer Franken im Monat. Hinzu kommt der bereits mit Deutschland-Fokus gestartete wöchentliche Newsletter "Der andere Blick". 

Die österreichische Zeitung "Der Standard" hat am Montag ein Online-Angebot (derStandard.de) gestartet, das sich den Angaben zufolge ebenfalls gezielt an deutsche User richtet. Zur Begründung hieß es, im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der User konkurriere man auch mit internationalen Angeboten. Deshalb sei es wichtig, eine breitere Zielgruppe zu erreichen.
"NZZ Perspektive"
Bild: NZZ

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"Es ist nur verständlich, dass 'Der Standard' und die 'NZZ' mit ihren digitalen Angeboten auch auf den um ein Vielfaches größeren deutschen Markt drängen", teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Berlin dazu mit. "Beide Titel bieten obendrein, betriebswirtschaftlich sinnvoll, bereits vorhandene Inhalte an und kuratieren sie nur neu für die deutschen Nutzer. Es wird spannend sein zu beobachten, ob "Standard.de" und "NZZ Perspektive" in dem ohnehin bereits sehr dicht und gut besetzten Wettbewerbsumfeld reüssieren können. Der Zeitpunkt vor der Bundestagswahl jedenfalls ist clever gewählt." dpa

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