Medienkonzern Hubert Burda gibt weitere Anteile an seine Kinder ab

Freitag, 16. Juni 2017
Will keine Subventionen: VDZ-Chef Hubert Burda
Will keine Subventionen: VDZ-Chef Hubert Burda
Foto: VDZ

Verleger Hubert Burda gibt weitere Anteile an dem Medienkonzern, der seinen Namen trägt, an seine Kinder ab. Er hat dann nicht mehr die Kapitalmehrheit an der Hubert Burda Media Holding KG ("Focus", "Bunte", Xing). Hubert Burda (77) bleibe jedoch kontrollierender Gesellschafter, weil er sich das Stimmrecht aus den übertragenen Anteilen im Rahmen eines Nießbrauchsrechts vorbehalten habe, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag. Als erstes hatte der Branchendienst "Meedia" darüber berichtet.
Bislang besaß Hubert Burda eine Beteiligung von 50,1 Prozent an der KG. Nun hat er jeweils weitere 12,5 Prozent auf seine beiden Kinder Elisabeth Furtwängler und Jacob Burda übertragen. Beide halten damit jeweils 37,43 Prozent der Kapitalanteile an dem Familienunternehmen, bisher waren es 24,93 Prozent.  Hubert Burda hatte im vergangenen Jahr im "Manager Magazin" angekündigt, dass die Kinder aus seiner zweiten Ehe mit der Schauspielerin Maria Furtwängler mittelfristig in das Unternehmen eintreten werden. "Meine Kinder haben beide Lust und großes Interesse, ins Unternehmen einzutreten", sagte Hubert Burda dem Wirtschaftsmagazin. "Wann und in welcher Funktion sie hier einmal arbeiten werden, ist noch nicht bestimmt", so Burda. Auch die Übertragung weiterer Firmenanteile hatte er in dem Gespräch bereits angekündigt. 

Aus der operativen Führung seines Unternehmens hatte sich der Verleger bereits vor sieben Jahren zurückgezogen und die Geschäfte an den Vorstandsvorsitzenden Paul-Bernhard Kallen übertragen. Dieser hat in den vergangenen Jahren vor allem die digitale Transformation des Verlags vorangetrieben. dpa/dh
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