Medien-Währungen Mindshare-Chef Scholz fordert AG.MA zu mehr Weitsicht auf

Mittwoch, 04. Juni 2014
Mindshare-CEO Christian Scholz
Mindshare-CEO Christian Scholz


Nicht nur Ferrero-Mediachef Uwe Storch, auch Mindshare-CEO Christian Scholz fordert die Medien zum Schulterschluss auf. Indem sie sich auf die eigene Gattung konzentrierten und den direkten Vergleich mit anderen Gattungen scheuen, schaden sie sich selbst. "Die Vermarkter werten sich so zum Rabattgeber ab", sagte Scholz auf dem Radio Advertising Summit in Düsseldorf.
Auf Seiten der Mediaagenturen werden derzeit Modelle gebaut, die darauf ausgerichtet sind, Aussteuerung und Kreation über alle Medien hinweg zu optimieren und zwar in Echtzeit. Die bisherigen Metriken, mit denen die einzelnen Gattungen Reichweiten und Wirkung messen, seien vor diesem Hintergrund bald überholt. "Die klassischen Media Facts verlieren an Bedeutung. Realtime KPIs werden wichtiger", sagt Scholz.

Er appelliert daher an die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA), "sich nicht in Kleinigkeiten zu verzetteln, sondern zum Tagesgeschäft zurückzukehren". Die AG.MA arbeitet derzeit auf Hochtouren an der MA Intermedia, die aufgewertet wird und dann in einer Datei Aussagen über mehrere Gattungen hinweg treffen soll.

Storch hatte die Vermarkter der verschiedenen Mediengattungen bereits am Vormittag mit scharfen Worten dazu aufgefordert, die Wirkungsforschung zusammenzulegen. pap
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