Mediatransparenz-Debatte OWM rückt Agenturholdings in den Fokus der Verträge

Donnerstag, 19. Mai 2016
Die OWM mkuss nachbessern
Die OWM mkuss nachbessern
Foto: OWM

In seinem überarbeiteten Mustervertrag hat der Kundenverband an einigen Stellen nachgebessert. Der Fokus lag auf der Transparenz. In diesem Zusammenhang haben die Kunden das Augenmerk auch auf die Konzernstrukturen der Mediaagenturen "und den damit verbundenen Gefahren einer Scheintransparenz" gelegt. Auch die Konzernmütter und deren Steuerungssrechte sollen bei der Einhaltung der Transparenz eingebunden werden.
Ende 2015 hat eine Task Force Transparenz in der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) die Diskussion um Transparenz im Mediageschäft und die Beziehungen von Kunden, Mediaagenturen und Vermarktern aufgegriffen. Im Zuge ihrer Arbeit wurde die Transparenz-Position veröffentlicht und auch der Mustervertrag überarbeitet. Dieser liegt nun vor. Daran hat neben den Mitgliedern auch die auf Vertragsrecht spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei Hogan Lovells mitgearbeitet. Der Vertrag ist für OWM-Mitglieder kostenfrei erhältlich.
Joachim Schütz, OWM
Bild: Die Hoffotografen

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Der Vertragstext greift nun auch Themen wie Trading auf, bei dem die Mediaagenturen auf eigene Rechnung Inventar bei den Medien ein- und dann an die Kunden weiterverkaufen auf. Auch Programmatic Buying, also der vollautomatisierte Einkauf von Onlinewerbemitteln, ist Gegenstand des Mustervertrags. "Insgesamt geht es darum, die komplexer werdenden Leistungsstrukturen von dem Verdacht zu befreien, ein schwarzes Loch für Werbegelder zu werden, bei dem dei Aufteilung der Kosten für Werbeplatz und Einkauf nicht mehr erkennbar sind", so die OWM.

Nachgebessert worden sind zudem die Regelungen zu Reportings, Media- und Finanz-Audits sowie die Datenschutzregeln und die Sicherung der Rechte an den für die Werbungtreibenden erhobenen Daten. pap


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