Maßnahmen gegen "Cloaking" Facebook sagt irreführenden Links den Kampf an

Mittwoch, 09. August 2017
Facebook will fragwürdige Geschäftsmodelle unterbinden
Facebook will fragwürdige Geschäftsmodelle unterbinden
Foto: Facebook
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Facebook Bobbie Chang


Facebook intensiviert nicht nur seine Bemühungen gegen strafbare und beleidigende Inhalte, sondern sagt auch dem sogenannten "Cloaking" (auf deutsch: Verhüllung) den Kampf an. Dabei werden Nutzer mit getarnten URLs auf Websites mit fragwürdigen Inhalten geleitet, die beispielsweise Pornos, Diätpillen oder Muskelaufbaupräparate an den Mann bringen wollen. 
Verlinkungen auf derartige Websites sind laut den Gemeinschaftsstandards und Werberichtlinien von Facebook zwar untersagt, bislang gelang es aber vielen Betreibern dieser Sites, die Maßnahmen des Unternehmens gegen fragwürdige Inhalte durch "verhüllte" Links zu unterwandern. Während normale Nutzer bei einem Klick auf einen externen Link direkt auf die Seite mit fragwürdigen Inhalten geleitet wurde, konnten die Review-Systeme von Facebook in der Vergangenheit durch Cloaking vielfach ausgetrickst werden. Facebook-Mitarbeiter wurden bei der Überprüfung von Links beispielsweise auf Seiten mit unverfänglichen Inhalten umgeleitet (siehe Infografik unten). Nun verstärkt Facebook seine Maßnahmen gegen Cloaking. Neben verbesserten Analysesystemen auf Basis künstlicher Intelligenz hat Facebook auch die Zahl der Mitarbeiter aufgestockt, die irreführende Links in Beiträgen und Anzeigen verfolgen, schreiben Product Management Director Rob Leathern und Programmierer Bobbie Chang in einem Blog Post.

"Wir betrachten Cloaking als vorsätzlich und betrügerisch und werden es auf Facebook nicht tolerieren", heißt es in dem Blogpost der beiden Facebook-Mitarbeiter. Links auf entsprechend getarnte Seiten werden entfernt. In den vergangenen Monaten habe man so bereits tausende Accounts, die vor allem finanzielle Interessen verfolgen, von der Plattform geworfen. dh 
So funktioniert "Cloaking" bei Facebook
So funktioniert "Cloaking" bei Facebook (Bild: Facebook)
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