Manfred Bissinger Ganske-Urgestein wechselt angeblich zu KNSK

Montag, 19. August 2013
Manfred Bissinger (Bild: Hoffmann & Campe)
Manfred Bissinger (Bild: Hoffmann & Campe)

Manfred Bissinger hat nach 24 Jahren die Ganske-Verlagsgruppe verlassen, wie Kai-Hinrich Renner in seiner Kolumne "Medienmacher" berichtet. Der einstige Chefredakteur und Herausgeber der "Woche" und von "Merian" war zuletzt Berater bei Hoffmann & Campe Corporate Publishing, habe diese Position aber zum 1. August aufgegeben. Stattdessen wolle Bissinger einen Corporate-Publishing-Arm bei der Hamburger Werbeagentur KNSK eröffnen, an der er auch Anteile hält. Diese Konstellation wäre nicht ganz undelikat: Bei Hoffmann & Campe war Bissinger vor allem für den Kunden Evonik tätig. Der Essener Mischkonzern ist auch ein wichtiger Kunde für KNSK. Vor Kurzem eröffnete die Agentur sogar eine eigene Dependance in Essen, um das Mandat mit größtmöglicher Nähe zum Kunden betreuen zu können. Sollte KNSK nun den CP-Etat von Evonik gewinnen, wäre das "ein Riesen-Coup", wie Renner schreibt. Das Statement der Ganske-Gruppe, wonach man sich von Bissingers Weggang "keine Folgen für unseren Kundenstamm" erhoffe, klinge hingegen wie "das Pfeifen im Walde".

Grund den Abgang Bissingers sei das Auslaufen seines Beratervertrages, wie der Verlag auf Nachfrage mitteilt. Ob an der Sache mit KNSK etwas dran ist, hat Bissinger selbst laut Renner nicht bestätigt. Er habe keine konkreten Pläne, sondern sei "in einer Findungsphase". Keine Bestätigung gibt es auf Nachfrage auch von KNSK. Die Agentur bejaht jedoch, dass der 72-Jährige schon seit langem Anteile an KNSK halte und in den Räumen der Agentur in Hamburg auch ein Büro habe. Sollte Bissinger kommen, dann kommt er jedenfalls nicht allein. Von Hoffmann & Campe CP wechselt Verlagsleiterin Kim Krawehl zu KNSK. Welche Position sie dort bekleiden wird, stehe derzeit noch nicht fest. ire
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