"Making a Murderer" Netflix setzt Erfolgs-Doku fort

Mittwoch, 20. Juli 2016
"Making a Murderer" wird fortgesetzt
"Making a Murderer" wird fortgesetzt
Foto: Netflix

Serienfans dürfen jubeln: Netflix hat eine Fortsetzung des Erfolgsformats "Making a Murderer" angekündigt. Die Dokumentation behandelte den Fall des US-Bürgers Steven Avery, der zweimal zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurde, obwohl es in beiden Fällen extreme Zweifel an seiner Schuld gibt. Bis heute sitzt Avery wegen Mordes im Gefängnis. Die Ausstrahlung der Netflix-Doku hat den Fall erneut ins Rollen gebracht, weshalb nun neue Folgen entstehen.
Netflix hatte die Fotsetzung von "Making a Murderer" zuerst auf Twitter bestätigt, inzwischen gibt es auch eine offizielle Mitteilung: Demnach würden die Produzentinnen und Regisseurinnen der Dokumentation Laura Ricciardi and Moira Demos derzeit an neuen Folgen arbeiten. Diese sollten sich mit den Entwicklungen nach der abermaligen Verurteilung Averys sowie seines Mitangeklagten Brendan Dassey beschäftigen. Wann es so weit ist und wie viele neue Folgen es geben wird, teilte Netflix nicht mit.
"Die Episoden werden exklusiven Zugang zum Team von Averys neuer Anwältin Kathleen Zellner und Dassey's Rechtsvertretung um Laura Nirider und Steve Drizin sowie zu den Familien und und mit dem Fall vertrauten Personen bieten", heißt es in der Ankündigung. "Wir sind begeistert, unsere langfristige Partnerschaft mit den Filmemacherinnen fortzusetzen und freuen uns drauf, unseren Zuschauern in aller Welt die heiß ersehnte Fortsetzung zu der Geschichte zu liefern", so
 Lisa Nishimura, Vice President of Original Documentary Programming bei Netflix. "Making a Murderer" ist seit dem 18. Dezember 2015 bei Netflix verfügbar. Die Dokumentation zeigt teilweise extreme Umgereimtheiten bei der Verurteilung Averys und Dasseys auf, denen der gemeinschaftlich begangene Mord an einer jungen Frau zur Last gelegt wurde. Avery hatte bereits von 1985 bis 2003 unschuldig wegen Vergewaltigung in Haft gesessen. In der Folge enstand besonders in den USA eine heftige Debatte um den Fall, viele Menschen empörten sich über die augenscheinlich ungerechtfertigte Verurteilung Avery und Dasseys. Allerdings gab es auch Stimmen die behaupteten, die Dokumentation lenke die Meinung des Zuschauers zu sehr in eine bestimmte Richtung.
Reed Hastings Netflix
Bild: Republica

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Auch wenn Netflix genaue Abrufzahlen nicht herausgibt: An "Making a Murderer" dürfte es nicht gelegen haben, dass der Streamingdienst zuletzt nicht mit den ganz großen Erfolgszahlen glänzen konnte. Im 2. Quartal 206 kamen lediglich kamen 1,7 Millionen neue Kunden hinzu, obwohl das Unternehmen selbst einen Zuwachs von 2,5 Millionen in Aussicht gestellt hatte. Die Netflix-Aktie sackte daher nachbörslich kräftig ab. ire
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