Madsack Zentralredaktion arbeitet als "Redaktionsnetzwerk" / Matthias Koch wird Chefredakteur

Donnerstag, 07. November 2013
Matthias Koch wird Chefredakteur des Madsack-Redaktionsnetzwerks
Matthias Koch wird Chefredakteur des Madsack-Redaktionsnetzwerks

Neuigkeiten aus Hannover: Die Mediengruppe Madsack hat sich auf Name und Chefredakteur der im Oktober angekündigten Zentralredaktion geeinigt. So soll Matthias Koch, bisher Chefredakteur der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ), als journalistischer Leiter der "RND Redaktionsnetzwerk Deutschland GmbH" künftig überregionale Inhalte für Regionalzeitungen auf den Kanälen Print und Digital erstellen. Im Vordergrund soll zunächst die Belieferung der Madsack-Zeitungen stehen, in einem weiteren Schritt will RND auch externe Kunden gewinnen. Zusammen mit Harald John, Leiter des Berliner Madsack-Büros, soll Koch in den nächsten Wochen das RND-Team aufbauen und das Konzept gemeinsam mit den anderen Chefredakteuren der Hannoveraner Gruppe weiterentwickeln. "Wir wollen die für die Zeitungen und ihre Leser optimale Balance zwischen regionaler Eigenständigkeit und qualitätsorientierter Vernetzung im Überregionalen finden", sagt Koch. Niemand wolle ein starres Korsett nach Art so genannter Mantelzulieferungen früherer Jahrzehnte.

Die Geschäftsführung der RND übernehmen Konzerngeschäftsführer Thomas Düffert und Uwe Dulias, Chefredakteur für Medien-Entwicklung. Sitz der Gesellschaft ist Hannover. Die "HAZ" wird künftig von Hendrik Brandt als alleinigem Chefredakteur geführt.

"Mit diesem Schritt werden wir die journalistische Qualität und Relevanz unserer Regionalverlage weiter stärken", betont Madsack-Chef Düffert. "Regionalzeitungen leben von einer klaren Ausrichtung aufs Regionale, dürfen aber nicht provinziell sein. Das neue Redaktionsnetzwerk wird die Kompetenz und Kreativität hervorragender Journalisten des Konzerns bündeln." Das führe zu überregionalen Inhalten in einer besseren Qualität, als eine einzelne Regionalzeitung sie allein liefern könnte.

Die redaktionelle Hoheit für die einzelnen Zeitungen liegt weiterhin bei den regionalen Chefredakteuren. Unterschiedliche Themensetzungen, Gewichtungen und Regionalisierungen sind dabei laut Madsack ausdrücklich erwünscht und gefordert, um charakteristische Stimme und Farbe jeder Zeitung zu erhalten.

Die Gründung einer zentralen Redaktionsgesellschaft ist Bestandteil des Zukunftsprogramms "Madsack 2018", mit dem sich das Haus vor allem auf die lokale und regionale Kompetenz fokussieren will. Auch in Vermarktung, Vertrieb und Logistik sollen neue Verbünde entstehen. kl
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