MA IP Audio Spotify mit fast 100 Millionen Abrufen

Mittwoch, 09. März 2016
Spotify erzielt im Monat fast 100 Millionen Sessions
Spotify erzielt im Monat fast 100 Millionen Sessions
Foto: Spotify

Webradio-Sender erfreuen sich weiterhin wachsender Beliebtheit. Das geht aus den jüngsten Daten der Media-Analyse IP Audio hervor. Das dominierende Angebot im Ranking ist der Streamingdienst Spotify mit fast 100 Millionen Abrufen pro Monat, größter Webradiosender ist 1Live.
Spotify steigerte die Zahl der Session im 4. Quartal 2015 im Vergleich zur ersten Ausweisung um 14 Prozent auf durchschnittlich 99,6 Millionen pro Monat. Damit führt der Musik-Streamingdienst das Ranking der erfassten Angebote mit großem Abstand an. Platz 2 im Ranking der größten Audio-Angebote belegt die junge WDR-Welle 1Live mit 8,6 Millionen Sessions pro Monat, den dritten Platz belegt mit Laut.fm mit knapp 8 Millionen Session wieder ein reines Online-Audio-Angebot. Auf den Plätzen folgen SWR 3 mit 6,4 Millionen Abrufen, Antenne Bayern mit 5,9 Millionen Sessions, WDR 2 mit 4,5 Millionen und das User Generated Radio Radionomy mit ebenfalls rund 4,5 Millionen Sessions. NDR 2 verzeichnet 4,1 Millionen Abrufe, der Deutschlandfunk 3,1 Millionen. Dahinter tut sich eine größere Lücke auf.

Die größten Audio-Angebote im Netz

AngebotTypSessionsVeränderung in %
SpotifyStreamingdienst99,614
1LiveChannel8,65
Laut.fmUser Generated Content 7,923
SWR 3Channel6,413
Antenne BayernChannel5,924
WDR 2Channel4,517
RadionomyUser Generated Content 4,510
NDR 2Channel4,114
DeutschlandfunkChannel3,119
Bayern 3Channel2,519
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Sessions in Mio.)

Insgesamt erreichten die von der Agma erfassten Audio-Angebote im vergangenen Quartal rund 221 Millionen Abrufe - ein Zuwachs von 14 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal. Insgesamt wurden in der aktuelle MA IP Audio 388 Channels, zwei User-Generated-Content-Angebote und ein Streamingdienst erfasst. Bei den Vermarktungskombis liegt die RMS Webradio Kombi mit 34,4 Millionen Sessions an der Spitze. Durch den Verlust von Spotify verliert die Kombi allerdings 70 Prozent ihrer Reichweite. "Nach der Beendigung unserer Zusammenarbeit mit der RMS haben wir das für uns sehr wichtige Audio-Geschäft ins eigene Haus geholt und seit Februar unser Spotify-Team mit Sven Bieber verstärkt, der als Director Audio Sales unsere Audio-Vermarktung in Deutschland verantwortet", erklärt Spotify-DACH-Chef Stefan Zilch. "Der Werbemarkt von Online-Audio entwickelt sich sehr dynamisch, bereits heute verzeichnen wir ein mehr als dreifaches Wachstum bei unseren Audio-Kampagnen im Vergleich zu 2015."

Auch bei der Arbeitsgemeinschaft Media-Analye zeigt man sich mit den Ergebnissen der MA IP Audio zufrieden: "Im Rückblick auf die letzten zwei Jahre hat die Agma mit der ma IP Audio sehr wertvolle und maßgebende Pionierarbeit für die Anforderungen im deutschen Werbemarkt geleistet", resümiert Olaf Lassalle, Geschäftsführer der Agma, das zweijährige Bestehen der MA IP Audio. "Der enorme Teilnehmerzuwachs bestätigt den eingeschlagenen Kurs der Agma", ergänzt Axel Pichutta, Vorstandsvorsitzender der Agma. "Insbesondere sind mit der Teilnahme an der IP Audio dann auch die Voraussetzungen für die Ausweisung in der nächsten konvergenten Radiostudie, der MA Audio, erfüllt, die die Agma im Herbst 2016 zum zweiten Mal vorlegen wird". dh
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