"Lokalzeit"-Vorspann WDR-Intendant Buhrow will BVB-Fanblock wieder zeigen

Freitag, 01. November 2013
Tom Buhrow schaltet sich in den Streit um den "Lokalzeit"-Vorspann ein (Bild: WDR)
Tom Buhrow schaltet sich in den Streit um den "Lokalzeit"-Vorspann ein (Bild: WDR)
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WDR-Intendant Tom Buhrow bemüht sich darum, die Wogen im Streit zwischen den Machern der WDR-Sendung "Lokalzeit" und den Fans bzw. Verantwortlichen von Borussia Dortmund zu glätten. Nach den Pyroattacken Dortmunder Fans vergangener Woche auf Schalke hatte der WDR die obligatorischen Szenen des Dortmunder Fanblocks aus dem Vorspann der "Lokalzeit" genommen, um eine Diskussion über Fangewalt anzuregen. Nun sagte Buhrow: Der WDR werde die Szenen bald wieder senden.
Um diese Szene geht es: Die Südtribüne im Vorspann der "Lokalzeit"
Um diese Szene geht es: Die Südtribüne im Vorspann der "Lokalzeit"
"Der WDR wird die Fans von Borussia Dortmund kurzfristig wieder im Vorspann der Lokalzeit Dortmund zeigen", sagte Buhrow in einem vom WDR verbreiteten Statement. Die Redaktion habe sie heraus genommen, um mit dieser Geste eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt im Fußball anzustoßen. "Es war aber ganz klar nicht unsere Absicht, die Gefühle der Dortmunder in irgendeiner Weise zu verletzen. Wir wissen, dass die allermeisten Fans friedlich feiern und sich von der Gewalt distanzieren", teilte Buhrow weiter mit.

Bei den Anhängern der Schwarz-Gelben sowie bei den Vereinsoberen kam das aber zunächst nicht so an. Zahlreiche Fans beschwerten sich über das Vorgehen des WDR und witterten "Sippenhaft", BVB-Trainer Jürgen Klopp sprach von einer "Scheißaktion". Hans Joachim Watzke, Geschäftsführer des Bundesligisten sagte: "Wir halten das Entfernen der Südtribüne aus dem Vorspann der Lokalzeit für eine zutiefst populistische Maßnahme. Wir sehen in der Kollektivbestrafung von 25.000 Menschen keinen Sinn."

Von der Tonalität der Diskussion abgesehen, sieht WDR-Studioleiter Gerald Baas sein Ziel erreicht: Eine Debatte über das Thema Fangewalt anzustoßen. "Nach einem Shitstorm am Anfang wird unsere Maßnahme jetzt zunehmend differenzierter diskutiert", sagte er laut WDR am Donnerstag. "Es sollte eine Diskussion angestoßen werden. Und ich bin froh, dass jetzt heftig diskutiert wird." ire
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