"Entspannen Sie sich!" Twitter-Deutschlandchef Thomas de Buhr gibt Marketern Nachhilfe

Montag, 13. Juli 2015
Twitter-Manager Thomas de Buhr
Twitter-Manager Thomas de Buhr
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"Lehnen Sie sich zurück, entspannen Sie sich“: Was für einen Montagvormittag nicht der schlechteste Rat ist, hört sich aus dem Mund des Deutschland-Chefs von Twitter doch eher ungewöhnlich an. Bei den HORIZONT Digital Marketing Days sagte Thomas de Buhr, der in Berlin über die aktuellen Herausforderungen für Marketing-Entscheider sprach, auch, warum: „Die Zeiten werden nie wieder so langsam sein wie jetzt.“ 

Parallel zur Verfügbarkeit von Internetzugängen werde sich auch die Anzahl neuer Geräte weiter vervielfachen, prophezeite de Buhr. Die Zahl der Ingenieure und Inkubatoren multipliziere sich zudem, wodurch wie in einem Kreislauf wiederum der Markt für Endgeräte und Anwendungen befeuert werde. „Noch schneller ist nur die Geschwindigkeit, in der die Nutzer die neuen Möglichkeiten annehmen.“ 

„Vor fünf Jahren waren die, die auf neue Plattformen wie Twitter gesetzt haben, mutig. Heute sind es die, die es nicht tun.“
Thomas de Buhr
Die Kommunikation mit der Zielgruppe steht dadurch aus Sicht von de Buhr vor ständig neuen Herausforderungen. Das  Smartphone wird zum Mini-Me, das das komplette Leben des Besitzers speichert. Die Kundenansprache dort müsse laut dem Twitter-Manager eine völlig andere sein als die im unpersönlichen Massenmedium TV beispielsweise. „Das Targeting nach Interessen wird in Zukunft sehr wichtig werden“, zeigte sich de Buhr überzeugt. Dazu komme die wachsende Bedeutung von Live-Inhalten. „Live ist das neue geil – hier kann ich Kai Diekmann uneingeschränkt recht geben“, so der Twitter-Manager weiter. Relevante Echtzeit-Inhalte würden in Zukunft einen großen Unterschied machen, das zeige der Erfolg von Periscope.
„Live ist das neue geil – hier kann ich Kai Diekmann uneingeschränkt recht geben“
Thomas de Buhr
Doch auch in den Unternehmen brechen die Zuständigkeiten auf. Heute komme es vor, dass der  Marketingmanager mit einem im passenden Umfeld abgesetzten Tweet vom heimischen Sofa aus mehr für sein Unternehmen wirbt als im Rahmen einer groß angelegten Kampagne. „Innovation und Schnelligkeit werden gewinnen“, so de Buhr. Damit verändere sich auch die Definition von Mut: „Vor fünf Jahren waren die, die auf neue Plattformen wie Twitter gesetzt haben, mutig. Heute sind es die, die es nicht tun.“ kl

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