Leistungsschutzrecht Burda-Vorstand Schweizer kündigt baldigen Start der Verwertungsgesellschaft an

Donnerstag, 17. Oktober 2013
Robert Schweizer ist Rechts-Vorstand von Hubert Burda Media
Robert Schweizer ist Rechts-Vorstand von Hubert Burda Media

Die angekündigte Verwertungsgesellschaft zur Durchsetzung der Ansprüche der Verlage aus dem Leistungsschutzrecht soll bald starten. Dies kündigte Burda-Vorstandsmitglied Robert Schweizer am Mittwoch auf den Medientagen München an. Schweizer verantwortet die Bereiche Recht und Compliance. Das Leistungsschutzrecht (LSR) sichert den Verlagen Ansprüche aus der Verwendung ihrer Inhalte. Konkret geht es dabei um die Verwendung von kurzen Texten durch Dritte, allen voran Google, der diese bei seinen Suchanfragen anzeigt. Die Verlage hatten jahrelang für einen Anspruch gestritten. Als dieser dieses Jahr in Kraft getreten war, hatten einige Häuser jedoch gegenüber Google auf Ansprüche aus dem LSR verzichtet.

Bei der neuen Verwertungsgesellschaft machen nun laut Schweizer "die meisten Verlage mit". Zu Beginn würden sie allerdings "erhebliche Verluste" machen, prognostiziert er. "Aber dann wird es den Journalisten zu Gute kommen", sagte Schweizer auf die Frage, ob auch die Inhalteproduzenten, also die Journalisten, etwas von den Erlösen aus dem Leistungsschutzrecht hätten, das im Gegensatz zum Urheberrecht die Ansprüche der Verlage sichert.

Google-Manager Alwin Mahler bekräftigte die ablehnende Position des US-Konzerns, der einen Großteil seines Umsatzes mit Werbung im Umfeld der Suchergebnisse macht. "Ich halte nicht viel vom Leistungsschutzrecht", sagte er. pap
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