Launch Huffington Post will in fünf Jahren in die Top 5 der News-Sites

Donnerstag, 10. Oktober 2013
Der erste Seitenaufmacher der Huffington Post Deutschland
Der erste Seitenaufmacher der Huffington Post Deutschland


Es ist soweit: Die deutsche Ausgabe der Huffington Post ist online. Und setzt direkt zum Start ein Ausrufezeichen: "Regiert endlich!" lautet der erste Ausmacher der Huffpo Deutschland. Als Autoren der ersten Stunde konnte das Portal Persönlichkeiten wie Bundesministerin Ursula von der Leyen, Karstadt-Investor Nicolas Berggruen oder Boris Becker gewinnen. Die Ziele der Huffington Post und ihrem deutschen Partner Tomorrow Focus sind ehrgeizig: In zwei Jahren soll das Portal schwarze Zahlen schreiben, in fünf Jahren will man zu den fünf größten Nachrichtenangeboten zählen. Mit einem großen Launchevent in München ist die deutsche Ausgabe der Huffington Post am Donnerstag online gegangen. Zum Start gaben sich unter anderem Gründerin Arianna Huffington, HuffPo-CEO Jimmy Maymann, Tomorrow-Focus-Vorstand Christoph Schuh und Editorial Director Cherno Jobatey ein Stelldichein. "Wir freuen uns sehr, dass wir die deutsche Ausgabe als neues Mitglied in die HuffPost-Familie aufnehmen können. Mit Tomorrow Focus steht uns ein Partner zur Seite, der schon sehr viel dazu beigetragen hat, die Zukunft der digitalen Medien in Deutschland zu gestalten", sagte Arianna Huffington, Präsidentin und Chefredakteurin der Huffington Post Media Group.

"HuffPo Deutschland ist superwichtig für uns", betonte CEO Jimmy Maymann die Bedeutung der deutschen Ausgabe des Nachrichtenportals. Die Ziele der Partner in Deutschland sind ehrgeizig: "Wir wollen nach zwei Jahren profitabel sein und in fünf Jahren zu den Top-Nachrichtensites gehören", sagte Tomorrow-Focus-Vorstand Christoph Schuh. Bis dahin sollen sowohl die HuffPo als auch Focus.de mindestens unter den Top 5 der Nachrichtenportale sein, im Idealfall sollen beide zu den Top 3 gehören, so Schuh. Die Redaktionsstärke soll dann bei mindestens 30 Mitarbeitern liegen, der Umsatz bei 10 bis 15 Millionen Euro liegen.

Die deutschsprachige Ausgabe geht mit einem Team von zunächst 15 Redakteuren an den Start. Zum Launch wartet die HuffPo mit Beiträgen von Wirtschaftsbossen wie Telekom-Chef René Obermann, Kasper Rorsted (Henkel) oder Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen auf, dazu kommen Texte von Bundesministerin Ursula von der Leyen, Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Außerdem lieferten Promis wie Boris Becker, Jutta Speidel oder Uschi Glas Beiträge - die Mischung ist also reichlich bunt.

Inhaltlich gliedert sich die Huffington Post Deutschland zum Start in die sechs Ressorts Politik, Wirtschaft, News, Entertainment, Lifestyle und Tech. Wie bei der amerikanischen Ausgabe gliedert sich das Layout in drei Spalten: In der Mitte und rechts finden sich aktuelle Beiträge der Redaktion, die linke Spalte ist den sogenannten "Featured Blog Posts", Beiträgen von Gastautoren und Experten vorbehalten.

"Als wir 2005 die HuffPo gründeten, wollten wir ein Plattfform aufbauen für Menschen, die schreiben wollen, aber keine Plattform haben und professionelle Journalisten. Dieses Hybridmodell zusammen mit interaktivem Engagement der Nutzer ist die DNA der Huffington Post. Selfexpression ist die zeitgemäße Form des Entertainment", sagte Arianna Huffington in München. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich zeigen, ob die deutschen Nutzer das genauso sehen. dh
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