LSR Auch Funke und Madsack machen Pläne mit VG Media offiziell

Donnerstag, 21. November 2013
"Wahrnehmung durch die VG Media ist der richtige Weg": Madsack-Chef Thomas Düffert
"Wahrnehmung durch die VG Media ist der richtige Weg": Madsack-Chef Thomas Düffert


Langsam, aber sicher kristallisiert sich heraus, welche Verlage auf welche Weise das seit Frühjahr geltende Leistungsschutzrecht (LSR) für Presseverlage umsetzen. Nachdem LSR-Antreiber Axel Springer und Hubert Burda Media, das Haus des Verlegerverband-Präsidenten, angekündigt haben, ihre Rechte von der Verwertungsgesellschaft VG Media wahrnehmen zu lassen, machen es nun auch die Funke Mediengruppe ("WAZ") und die Madsack-Gruppe ("Hannoversche Allgemeine") gegenüber HORIZONT offiziell.
"Von der VG Media erwarten wir eine höhere Schlagkraft, insbesondere wenn viele weitere Verlage sich anschließen", erklärt Funke auf Anfrage. Ähnlich Madsack: "Ich halte eine gemeinsame Wahrnehmung des LSR für den richtigen Weg, deshalb werden auch wir die Verwertung der VG Media übertragen", sagt Thomas Düffert, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Insgesamt rund ein Dutzend Verlage wollen vom Start weg erhoffte Erlöse aus dem LSR von der VG Media eintreiben lassen, neben Axel Springer ("Bild", "Welt"), Burda ("Focus"), Funke und Madsack etwa noch die "Westfälischen Nachrichten" und der "Münchner Merkur". Mehr noch: Alle diese Häuser wollen sogar Mitgesellschafter der VG Media werden, die bislang von 13 privaten TV- und Radiounternehmen gehalten wird und die die Rechte von 143 Rundfunksendern vertritt.

Mehr zum Stand der Gespräche und warum andere Verlage den Weg über die VG Media noch prüfen oder vorerst ablehnen - das lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 47/2013, die am Donnerstag, 21. November erscheint. rp

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