LAE 2016 Entscheider machen Printmedien Druck / "Spiegel" bleibt Liebling auf allen Kanälen

Mittwoch, 29. Juni 2016
Starke Marke: In der LAE bleibt der "Spiegel" auf allen Kanälen der Liebling der Entscheider
Starke Marke: In der LAE bleibt der "Spiegel" auf allen Kanälen der Liebling der Entscheider
Foto: Spiegel

Sie gilt als eine der letzten Bastionen von Print, als Rückzugsraum in Zeiten deprimierender IVW-Meldungen: die Leseranalyse Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung (LAE). Dokumentiert sie doch nicht nur das Mediennutzungsverhalten einer bei Werbungtreibenden extrem begehrten, da kaufkräftigen Premiumzielgruppe – sie vermeldet in der Regel auch die anhaltende Begeisterung der Gutverdiener für gedruckte Zeitungen und Zeitschriften. In diesem Jahr zeichnen die Zahlen allerdings ein nicht mehr ganz so erfreuliches Bild.

Während Online- und Crossmedia-Angebote der Marken rasant wachsen, muss ein Großteil der in der LAE untersuchten Printmedien Reichweitenrückgänge verkraften. Nur "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Zeit" und "Markt und Mittelstand" gewinnen im aktuellen Erhebungszeitraum Leser dazu, alle anderen Titel verlieren. Auch die Nutzungszahlen beim gedruckten "Spiegel", der bei den wöchentlichen Zeitschriften mit 870.000 Lesern pro Ausgabe unangefochten führt, stagnieren (2015: 871.000 Leser).

Die reichweitenstärksten LAE-Printmedien
Die reichweitenstärksten LAE-Printmedien (Bild: HORIZONT)
Bei den Wochenzeitungen, zu denen in der LAE auch die Sonntagsblätter aus Frankfurt ("Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung") und Berlin ("Welt am Sonntag") gezählt werden, manifestiert die "Zeit" mit 341.000 Lesern pro gedruckter Ausgabe ihren Spitzenplatz und baut ihren Vorsprung vor den anderen Zeitungen weiter aus. Rainer Esser, Geschäftsführer der Zeit Verlagsgruppe: "Die LAE 2016 bestätigt unsere Strategie, stetig in die Qualität der Redaktion sowie in neue Formate zu investieren." Mit dem Wirtschaftsressort der "Zeit" sowie mit neuen Publikationen wie "Zeit Geld" und "Macher und Gestalter" erreiche man immer mehr Top-Entscheider in Deutschland.
Die zehn reichweitenstärksten Online-Angebote
Die zehn reichweitenstärksten Online-Angebote (Bild: HORIZONT)
Online wächst weiter sprunghaft – selbst der etablierte Tabellenführer Spiegel Online kann seinen Vorsprung zum Konkurrenten Focus noch weiter ausbauen. In der Woche nutzen die Plattform der Hamburger 309.000 Entscheider mehr als im Vorjahreszeitraum. Spannender wird die Erhebung im nächsten Jahr, wenn sich zeigt, wie stark sich die Einführung von Paid Content auf Spiegel.de in der LAE 2017 bemerkbar machen wird. Welt Online gewinnt gegenüber dem Vorjahr 140.000 Nutzer pro Woche hinzu und zieht damit auf den dritten Platz der deutschen Nachrichtenseiten.

Crossmedial erreichen die in der LAE abgebildeten Medienmarken 93 Prozent aller Entscheider pro Ausgabe und Woche. Besonders stark auch hier der „Spiegel“, der über alle Kanäle 1,6 Millionen Print-Leser pro Ausgabe sowie Online- und App-Nutzer pro Woche unter seinem Dach versammelt. Insgesamt liest damit jeder zweite Entscheider den Titel von der Ericusspitze.
Die zehn reichweitenstärksten Medienmarken
Die zehn reichweitenstärksten Medienmarken (Bild: HORIZONT)
1,6 Millionen Nutzer beschäftigen sich demnach mit den Inhalten aus dem Team der Chefredakteure Klaus Brinkbäumer (Print) und Florian Harms (Online) – bei einer Grundgesamtheit von 2,9 Millionen leitenden Angestellten, Selbstständigen und Freiberuflern. André Pätzold, Leiter des Vermarkters Spiegel QC, kommentiert die Ergebnisse: "Unsere Medienmarken bieten damit für unsere Partner eine entscheidende Basis für überdurchschnittliche Werbewirkung in dieser begehrten Zielgruppe."

Dass die LAE bei Geschäftsführern und Mediaplanern nach wie vor hohe Relevanz hat, bestätigt auch eine Umfrage der Organisation der Mediaagenturen (OMG). Zwei Drittel der Befragten geben an, dass die Studie für die tägliche Arbeit sehr wichtig beziehungsweise wichtig sei. Für mehr als 80 Prozent ist sie sogar die führende Planungsdatei für B-to-B-Kampagnen. Gleichzeitig fordern die Umfrageteilnehmer die Integration weiterer Werbeträger sowohl aus dem Print- als auch aus dem Onlinebereich. kan

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