Kurznachrichtendienst Twitter sperrte 2016 fast 380.000 Profile wegen Terror-Propaganda

Dienstag, 21. März 2017
Twitter geht weiter gegen Terror-Propaganda vor
Twitter geht weiter gegen Terror-Propaganda vor
Foto: Twitter
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Twitter hat im vergangenen Jahr rund 377.000 Nutzerkonten wegen der Verbreitung terroristischer Inhalte gesperrt. Dabei seien fast drei Viertel davon von hauseigener Software zur Bekämpfung unerwünschter Spam-Nachrichten entdeckt worden, betonte der Kurznachrichtendienst in seinem aktuellen Transparenzbericht am Dienstag.

Nur zwei Prozent der Sperrungen gingen demnach auf Behörden-Hinweise zurück. Unter anderem europäische Regierungen und die EU-Kommission fordern von Twitter und anderen Online-Diensten immer nachdrücklicher ein härteres Vorgehen gegen extremistische Inhalte.

Die Zahl der Behörden-Anfragen nach Nutzerdaten sei im zweiten Halbjahr 2016 um sieben Prozent gestiegen. Davon seien allerdings 13 Prozent weniger Accounts betroffen gewesen.

In Deutschland sprang die Zahl der Behörden-Anfragen im zweiten Halbjahr vergangenen Jahres im Vergleich zu den ersten sechs Monaten von 111 auf 275 hoch. Auch seien deutlich mehr Nutzerkonten betroffen gewesen: 404 statt 165. Twitter habe bei 54 Prozent der Anfragen zumindest einige Informationen herausgerückt. dpa

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