Kooperation Funke-Zeitungen übernehmen Inhalte von Axel Springer

Dienstag, 30. Juli 2013
Die "Berliner Morgenpost" wird weiterhin mit Texten aus der "Welt" bestückt
Die "Berliner Morgenpost" wird weiterhin mit Texten aus der "Welt" bestückt


Die "Berliner Morgenpost" und das "Hamburger Abendblatt" werden auch nach dem Verkauf an die Funke Mediengruppe auf Inhalte der "Welt" von Axel Springer zugreifen können. Auf eine entsprechende Kooperation haben sich die beiden Verlage geeinigt. Einen Bericht über eine weitergehende Zusammenarbeit weist Springer aber zurück.
"Wir haben uns mit der Funke-Gruppe verständigt, weiterhin Artikel an das 'Hamburger Abendblatt' und die 'Berliner Morgenpost' zu liefern", sagte Konzernsprecherin Edda Fels dem "Handelsblatt". Vorgesehen ist, dass die beiden Regionalzeitungen weiterhin Texte der "Welt" zu überregionalen Themen nutzen und die "Welt" im Gegenzug die Lokalteile von "Morgenpost" und "Abendblatt" übernimmt. Dadurch würden die beteiligten Zeitungen Kosten sparen.

Seit Januar 2012 nutzen die drei Titel ein gemeinsames Redaktionssystem namens Newsgate. Alle Redakteure können damit auf sämtliche Artikel der beteiligten Redaktionen zugreifen. Ob die beiden künftig zu Funke gehörenden Regionaltitel das Redaktionssystem auch in Zukunft beibehalten, ist Gegenstand der laufenden Gespräche, wie Axel Springer gegenüber HORIZONT.NET bestätigte. Weitergehende Pläne gebe es derzeit aber nicht, betonte ein Verlagssprecher. Das "Handelsblatt" hatte berichtet, dass die beiden Unternehmen über eine noch viel weiter gehende Zusammenarbeit verhandeln und auch weitere Zeitungen der Funke-Gruppe künftig Inhalte der "Welt" übernehmen könnten.

Klar ist, dass den von der Essener Mediengruppe übernommenen Titeln wohl Sparmaßnahmen bevorstehen. Am Donnerstag hatten die beiden Verlage bekannt gegeben, dass Springer ein großes Print-Paket an die Funke Mediengruppe abstößt. Neben dem "Hamburger Abendblatt" und der "Berliner Morgenpost" übernimmt der Essener Familienkonzern auch Programmzeitschiften wie die "Hörzu" und Frauenmagazine wie die "Bild der Frau". Der Kaufpreis liegt bei 920 Millionen Euro. 260 Millionen Euro stellt Axel Springer der Funke Mediengruppe als Darlehen zur Verfügung. dh
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