Kooperation „ADAC Motorwelt“ und „Apotheken Umschau“ bündeln ihre Kräfte

Donnerstag, 27. Oktober 2016
Die Magazine "ADAC Motorwelt" und "Apotheken Umschau" arbeiten beim Thema Erste Hilfe zusammen
Die Magazine "ADAC Motorwelt" und "Apotheken Umschau" arbeiten beim Thema Erste Hilfe zusammen
Foto: ADAC / Wort & Bild Verlag

Gemeinsam erreichen sie mehr als 25 Millionen Leser: Die Magazine "ADAC Motorwelt" und "Apotheken Umschau" bündeln ihre Kräfte und arbeiten beim Thema Erste Hilfe zusammen. Mit den November-Ausgaben erscheinen in beiden Titeln übergreifende Informationen und Checklisten, die im konkreten Notfall Leben retten sollen.

Die Auto-Zeitschrift und das Apotheken-Heft, kann das gut gehen? Natürlich – wenn das gemeinsame Thema stimmt. Bei der Premiere geht es um die Erstversorgung bei Unfällen und in lebensbedrohlichen Situationen, zu dem das Team von "ADAC Motorwelt" Know-how aus dem Verkehrs- und Mobilitätsbereich und die Kollegen der "Apotheken Umschau" ihre Gesundheitsexpertise beisteuern.

Ein gemeinsam erstellter Erste-Hilfe-Faltplan, der den Titeln beiliegt und Anfang November auch online abrufbar ist, zeigt die wichtigsten Maßnahmen, um Verletzte und Unfallopfer medizinisch so lange zu versorgen, bis ein Notarzt eintrifft. Zudem gibt es ergänzende Artikel zum Thema, das sich auch in der Vermarktung der Magazine widerspiegeln und künftig nicht die einzige Gemeinsamkeit bleiben soll.

Und: Weitere Kooperationen unterschiedlichster Art sind bereits angedacht. Das bestätigen Andreas Arntzen, CEO Wort & Bild Verlag, und ADAC-Geschäftsführer Alexander Möller im Interview mit HORIZONT.

Herr Arntzen, Herr Möller, welche Bereiche umfasst Ihre Kooperation?  Nur die inhaltliche, also die redaktionelle Seite, oder auch die Vermarktung?
Andreas Arntzen ist CEO des Wort & Bild Verlags, in dem die "Apotheken Umschau" erscheint
Andreas Arntzen ist CEO des Wort & Bild Verlags, in dem die "Apotheken Umschau" erscheint (Bild: Wort & Bild Verlag)
Andreas Arntzen: Inhaltlich haben die beiden Redaktionen bei der "Erste Hilfe im Verkehr"-Kooperation natürlich eng zusammengearbeitet, um unsere Leserschaft von über 25 Millionen Menschen deutschlandweit bestmöglich zu informieren. Auf Vermarktungsseite werden wir unsere werblichen Maßnahmen über alle Medien hinweg auf diese Aktion konzentrieren. Darüber hinaus sind zukünftig weitere Kooperationen mit dem Team der ADAC Motorwelt der unterschiedlichsten Art bereits angedacht.

Alexander Möller: "Erste Hilfe" war ein erster Schritt. Das Thema ist für uns beide wichtig und passt zu unseren Kernen. Das reicht vom Verhalten beim Verkehrsunfall bis zur Wartung des Verbandkastens. Wir decken dieses Spektrum in unserer Kooperation redaktionell und über die Vermarktung ab: Wir haben jeweils eine mehrseitige Reportage plus den Erste-Hilfe-Guide im Heft. Den Guide kann man sich zudem auf dem Smartphone herunterladen.

Was bringen Ihre jeweiligen Häuser in die Kooperation ein?
ADAC-Geschäftsführer Alexander Möller
ADAC-Geschäftsführer Alexander Möller (Bild: ADAC)
Möller: Die Reichweite von fast 15 Millionen Lesern und das redaktionelle Know-how für das Thema Erste Hilfe: Jeder will Hilfe – und jeder sollte Erste Hilfe können. Der ADAC nimmt seine gesellschaftliche Rolle als Mobilitätsdienstleister und Helfer sehr ernst. 

Arntzen: Wir bringen die fachliche Gesundheits-Expertise zum Thema Erste Hilfe mit ein. In unserer Redaktion wurde der leicht verständliche Erste-Hilfe-Faltplan erstellt und von unserer exzellenten Infografik anschaulich mit detaillierten Zeichnungen und Anleitungen von Rettungsgriff bis stabile Seitenlage, von Wiederbelebung bis Schocklagerung versehen. Darüber hinaus haben wir über 14 Millionen Leser deutschlandweit, die besonders interessiert und offen sind für  Gesundheitsinformationen dieser Art.

Welche konkreten Erwartungen für Ihr Haus haben Sie von der Zusammenarbeit?
Arntzen:
Unser Anliegen ist es, auf den konkreten Missstand aufmerksam zu machen, dass sich nämlich nur ein Drittel der Deutschen tatsächlich noch an Inhalte aus dem meist zu lange zurückliegenden Erste-Hilfe-Kurs erinnern kann. Das wollen wir, das führende Gesundheitsmagazin mit der höchsten Reichweite und das auflagenstärkste Automobil-Magazin, gemeinsam angehen, die Leser aufklären und für das Thema sensibilisieren. Unser Erste-Hilfe-Faltplan, der herausgetrennt und z.B. im Geldbeutel aufbewahrt werden kann, versorgt die Leser mit allen relevanten Informationen, die im Zweifel Leben retten können. Sagen Sie selbst – welche zwei Häuser wären besser geeignet, um eine solche Aktion umzusetzen?

Möller: ADAC Motorwelt und Apotheken Umschau sind als reichweitenstarke Medienmarken aus unserer Sicht ziemlich gut geeignet, gemeinsam für eines der wichtigsten gesellschaftlichen Themen – Lebensrettung im konkreten Notfall – zu sensibilisieren. Über die großen Reichweiten der beiden Magazine können wir fast alle deutschen Haushalte mit Erste Hilfe – Faltplänen versorgen. Wir zielen also auf maximale Reichweite und tragen damit zur ‚Grundversorgung‘ in Sachen Lebensrettung bei.


Sind in Zukunft weitere Kooperationen dieser Art, evtl. in anderen Bereichen oder mit anderen Titeln, denkbar?
Möller: Absolut. Dem ADAC geht es dabei insbesondere um die Zielgruppe der Verkehrsteilnehmer. Die persönliche Mobilität nimmt immer individuellere Formen an. Dabei geht es um Prävention - was mache ich zum Beispiel wenn meinem Kind im Auto schlecht wird - bis zum Verhalten nach einem Unfall.

Arntzen: Ja, das ist durchaus angedacht! Generell haben wir uns der Stärkung der Apotheke vor Ort und der gesundheitlichen Aufklärung verschrieben. Diesen Auftrag werden wir mit unserer großen und hervorragenden Redaktion weiter ausbauen und sind dabei selbstverständlich auch für Partnerschaften und Kooperationen offen. Wichtig ist nur, dass die kooperierenden Häuser ähnliche Wertvorstellungen besitzen und die redaktionelle Hoheit und Qualität im Sinne toller Produkte und Services gewahrt bleiben. kan

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