Konvergenzwährung Google signalisiert Gesprächsbereitschaft

Donnerstag, 17. Oktober 2013
Alles im Blick: Google-Manager Lars Lehne mit Google Glass (Foto: Medientage)
Alles im Blick: Google-Manager Lars Lehne mit Google Glass (Foto: Medientage)


Welche wertvollen Informationen Lars Lehne auf seiner Datenbrille auch gelesen haben mag, die Ankündigung des Google-Managers bei den Medientagen München ließ aufhorchen. In einer Podiumsdiskussion signalisierte er erstmals die Bereitschaft, sich an den konventionellen Messmethoden und Gesprächen mit der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (Agof) zu beteiligen.
Für den Suchmaschinenkonzern ein Novum: Google lässt sich bislang weder in den Internet Facts der Agof noch in der IVW ausweisen. Lediglich Comscore bietet Zahlen für den amerikanischen Konzern, der zudem eigenständig mit dem GfK-Bereich Nurago das Verhalten seiner User erforscht. Zur offiziellen Begründung Googles, immer wieder Wege abseits der hierzulande gängigen Messmethodik zu wählen, kam nun noch eine neue dazu. Während der Konzern bislang vor allem seine Präsenz in mehreren hundert Ländern als Hindernis für ein länderspezifisches Engagement anführte, sagte Lehne am Mittwoch: "Google beansprucht nicht die Weltherrschaft in der Konvergenzwährung, aber wenn es jedes Mal zwei Jahre dauert, einen Entschluss zu fassen, drehen wir durch."

Eine Aussage, die, zugegeben, selbst während der Podiumsdiskussion nachvollziehbar war. Zeitweise wie in einer der langwierigen Gremiensitzungen wirkte das Aufeinandertreffen von AG.MA-Vorsitzenden Hans Georg Stolz, Wirkstoff-TV-Geschäftsführer Martin Krapf, OMS-Chef Matthias Wahl, Axel-Springer-Marktforscherin Clarissa Moughrabi, Datarella-Gründer Jörg Blumtritt und Google-Manager Lehne. Letzterer ließ sich von Fernsehmann Krapf zumindest dazu überreden, sich demnächst gemeinsam an einen Tisch zu setzen. Darauf reagierte die Agof prompt: Die Gründung eines Arbeitskreises zum Thema war am Abend offenbar bereits beschlossene Sache. kl
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