Konvergenz IP prescht bei TV-Online-Währung vor

Montag, 02. September 2013
Dang installiert neuen Adserver
Dang installiert neuen Adserver

IP Deutschland geht erneut bei der Konvergenzwährung voran. Der Vermarkter der Mediengruppe RTL Deutschland hatte das Thema in den vergangenen Jahren in den Gremien gepusht, nun will IP als erster auch Details für die Onlinenutzung von TV-Inhalten zeigen. "Seit Anfang 2013 haben wir unseren gesamten Inhalt vertaggt. Das hat bislang nur die IP gemacht", sagte IP-Geschäftsführer Matthias Dang auf der Roadshow Fourscreen Live vergangene Woche in Frankfurt. Damit hat IP schon jetzt Strukturdaten für die Onlinevideo-Abrufe für die TV-Inhalte der Gruppe und kann Angaben dazu machen, wer die Videos schaut.

Auf Gremien-Ebene arbeitet die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) auf Hochtouren an dem Thema. Ziel ist es, kumulierte Netto-Reichweiten für TV- und Onlinevideo-Ausstrahlung auszuweisen. Ab 2015 sollen die Daten des TV- und des neuen Online-Panels fusioniert werden. "Das ist ein wesentlicher strategischer Punkt für TV", so Dang vor den rund 450 Gästen in Frankfurt. Vor zwei Jahren hatte Dangs Vorgänger Martin Krapf bei der Roadshow erstmals Ansätze für eine Konvergenzwährung vorgestellt und das Thema dann auch auf AGF-Ebene voran getrieben. Krapf ist mittlerweile Geschäftsführer der Gattungsmarketinginitative Wirkstoff TV.

Ab Januar 2014 arbeitet die IP zudem mit einem neuen Adserver, der "in Deutschland seinesgleichen sucht". "Damit können alle nicht-linearen Spots ausgestrahlt werden", kündigt Dang an.

Der IP-Chef glaubt, dass es künftig schwieriger wird, schnell hohe Reichweiten aufzubauen und diese damit an Wert gewinnen. "Auf absehbare Zeit wird dies nur in TV gehen", so Dang. Die Nutzung fragmentiert sich immer stärker. Es gibt mehr TV-Sender und Onlineangebote, aber auch mehr Endgeräte, auf denen diese Inhalte betrachtet werden können. Vor der parallelen Nutzung von Fernsehen und Smartphones, iPads oder Laptops hat Dang jedoch keine Sorge. "Wir sehen darin eine Chance. Second-Screen-Nutzung stärkt die Programmbindung und damit die Werbemittelkontaktchance", sagte Dang. pap
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