Konkurrenzkampf mit Facebook Twitter ändert sein Werbemodell

Dienstag, 12. August 2014
Twitter setzt im Konkurrenzkampf mit Facebook auf ein verändertes Werbemodell (Foto: Twitter)
Twitter setzt im Konkurrenzkampf mit Facebook auf ein verändertes Werbemodell (Foto: Twitter)

Twitter zieht im Konkurrenzkampf mit Facebook die Zügel an: Der Kurznachrichtendienst ändert sein Gebührenmodell für Anzeigen, um künftig auch für kleine Unternehmen als Werbeplattform interessant zu sein. Dabei sollen die Werbekunden selbst festlegen können, für welche Maßnahmen sie ihr Geld ausgeben - ganz so, wie es bei Facebook schon länger Usus ist. Das berichtet das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe. Demnach können die werbungtreibenden Unternehmen fortan entscheiden, für welche Maßnahmen sie Twitter bezahlen; etwa wenn sich ein Nutzer auf ihre Website durchklickt, ihre App herunterlädt oder neue Follower generiert. Bislang nimmt Twitter immer dann Geld ein, wenn ein User auf Anzeigen im Nachrichtenfeed durch Retweeten, Antworten oder Daraufklicken reagiert.

Der Nachteil des neuen Modells für Twitter ist dabei offensichtlich: Hat dem Unternehmen bislang ein Klick genügt, müssen die Nutzer nun mehr tun, damit der Kurznachrichtendienst Umsatz generiert. Auf der anderen Seite will Twitter durch die vielen verschiedenen Werbemöglichkeiten gerade auch kleine und mittelgroße Unternehmen als Kunden gewinnen.

Viele Experten scheinen jedenfalls überzeugt von den neuen Möglichkeiten, die Twitter potenziellen neuen Partner bietet: "Es macht die Anzeigenschaltung schneller, hilft den Kunden sich auf ihre Geschäftsziele zu konzentrieren und verbessert die Messung", gibt beispielsweise Jason Stein von der Social-Media-Agentur Laundry Service gegenüber "Wall Street Journal" zu Protokoll. Aktuell werden die neuen Anzeigenformate von kleinen und mittelgroßen Unternehmen sowie bestehenden Kunden getestet. Im Laufe des Jahres sollen auch größere Kunden folgen, teilte Twitter gegenüber dem Magazin mit. tt
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