Kinder-TV Disney Channel peilt zweistelligen Marktanteil an

Donnerstag, 30. Oktober 2014
Der Disney Channel will im nächsten Jahr weiter wachsen
Der Disney Channel will im nächsten Jahr weiter wachsen
Foto: Disney

Seit 17. Januar ist der Disney Channel in Deutschland als Free-TV-Kanal auf Sendung - und mit dem Start zeigt sich das Unternehmen zufrieden. In seiner Kernzielgruppe der 3-13-Jährigen kommt der neue Sender in der Daytime bislang auf einen Marktanteil von 8,6 Prozent - im hartumkämpften Kinder TV ein guter Wert. Für das kommende Jahr peilt Senderchef Lars Wagner nun den Sprung über die 10-Prozent-Hürde an.
"Wir möchten uns in der Daytime dauerhaft im zweistelligen Bereich etablieren", so Wagner bei der Programmpräsentation des Senders in Hamburg. "Auch in der Primetime sind wir mit der Entwicklung sehr zufrieden und haben uns ein weiteres Wachstum vorgenommen." Bislang verzeichnet der Sender hier einen durchschnittlichen Marktanteil von 0,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Konkret bedeute das als kurzfristiges Ziel: am Tag eine Zehn, am Abend eine Eins vor dem Komma, meinte Wagner. Am Abend sendet der Disney Channel Formate, die sich stark an erwachsene Frauen und Familien richten.
Senderchef Lars Wagner sieht noch Wachstumspotenzial - am Tag und am Abend
Senderchef Lars Wagner sieht noch Wachstumspotenzial - am Tag und am Abend (Bild: Disney)
Kerngeschäft bleibt für den Sender aber das Kinderfernsehen. Man habe erfolgreich den Markt aufgemischt, meinten die Senderverantwortlichen. Im September rangierte der Kanal mit einem Marktanteil von 8,9 Prozent bei den 3- bis 13-Jährigen hinter dem Kinderkanal (21,3), dem langjährigen Marktführer Super RTL (19,3) und Nickelodeon (9,0). "Für uns besteht noch deutlich Wachstumspotenzial nach oben", so Wagner.

In den nächsten Monaten solle das Programm mehr an Konturen gewinnen, kündigte Programmchef Ralf Gerhardt an. Änderungen gebe es vor allem im Abendprogramm, die Daytime-Strategie funktioniere. Hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien die Quoten im Bereich Dokutainment mit Formaten wie "Mission Freundlichkeit" mit Jan Köppen. Mit klassischen Familienshows wie der "Family Time" wolle der Sender auf jeden Fall erst einmal nicht mehr weitermachen. dpa/fam
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