Kinder-Medien-Studie 2017 Kids lesen nach wie vor gerne Bücher und Zeitschriften

Dienstag, 08. August 2017
Lesen steht bei Kindern nach wie vor hoch im Kurs
Lesen steht bei Kindern nach wie vor hoch im Kurs
Foto: Fotolia/detailblick-foto

Mehr als 20 Jahre lang, von 1993 bis 2015, war die Kinder-Mediennutzungsstudie Kids VA untrennbar mit Egmont Ehapa verbunden. Ab diesem Sommer ist alles anders: Sechs Verlagshäuser mit Expertise im Kinder- und Jugendsegment, neben Ehapa auch Blue Ocean Entertainment, Gruner + Jahr, Panini, der Spiegel-Verlag sowie der Zeit Verlag, haben sich zusammengeschlossen und geben nun erstmals die neue, in Kinder-Medien-Studie umbenannte Erhebung gemeinsam heraus.

Mit der Partnerschaft wollen die Häuser zum einen die Relevanz von Zeitschriften hervorheben, zum anderen bekräftigt die Zusammenarbeit, dass alle Marktteilnehmer die Studie als eine Art Leitwährung akzeptieren. Für mindestens drei Jahre wollen die Verlage diese Partnerschaft betreiben.

Inhaltlich hat sich im Vergleich zu früher indes nicht viel verändert. Das bewährte umfassende Paket aus Medien- und Kanalnutzung, aus Einblicken in Freizeitverhalten, finanzielle Möglichkeiten und Einflussbereiche des Nachwuchses ist auch in der neuen Kinder-Medien-Studie abgebildet. Im Fokus stehen die 7,17 Millionen Kinder zwischen 4 und 13 Jahren in Deutschland.

Eines der Kernergebnisse, das für die Verlage besonders interessant ist: Trotz digitalem Zeitalter greifen 72 Prozent der Kinder mehrmals in der Woche zu Bedrucktem. Kinderbücher und –magazine erreichen laut der Erhebung mehr 6- bis 13-Jährige als Youtube (34 Prozent) und Spielekonsolen (28 Prozent). 61 Prozent lesen mehrmals pro Woche Bücher, 55 Prozent Zeitschriften und Comics. Internet und Apps nutzen 62 Prozent mehrmals pro Woche. Mit Freunden zusammen zu sein und im Freien zu spielen, ist für Kinder noch immer am wichtigsten.

Die beliebtesten Zeitschriftzen bei den Jüngsten sind übrigens Benjamin Blümchen, Winnie Puuh und Prinzessin Lillifee, bei den 6- bis 13-Jährigen haben Disneys Lustiges Taschenbuch, Micky Maus Magazin und Just Kick-it! die Nase vorne. 

Ein interessantes Detail zeigt sich beim Thema Taschengeld. Schon in jungen Jahren sorgen Eltern für eine Ungleichbehandlung der Geschlechter: Im Durchschnitt erhalten Jungen in jedem Alter mehr Taschengeld und Geldgeschenke als Mädchen. So verfügen 10- bis 13-jährige Buben monatlich über 54,50 Euro, Mädchen im gleichen Alter über 52,14 Euro. Das meiste Geld geben die Kids übrigens für Süßigkeiten und Snacks aus, gefolgt von Zeitschriften und Comics. son/dh 
Kinder akzeptieren Werbung am ehesten im Fernsehen
Kinder akzeptieren Werbung am ehesten im Fernsehen (Bild: Kinder-Medien-Studie)
Telefonieren ist der beliebteste Kommunikationskanal bei Kindern
Telefonieren ist der beliebteste Kommunikationskanal bei Kindern (Bild: Kinder-Medien-Studie)
Die meisten Kinder ab 10 Jahren besitzen ein eigenes Handy
Die meisten Kinder ab 10 Jahren besitzen ein eigenes Handy (Bild: Kinder-Medien-Studie)

 

Meist gelesen
stats