Kimeta Zeitungsverlage beteiligen sich an Job-Suchmaschine

Dienstag, 27. Januar 2015
Kimeta-Chef Alexander Ross gewinnt neue Partner
Kimeta-Chef Alexander Ross gewinnt neue Partner
Foto: Kimeta
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Kimeta Verlagsgruppe Rhein Main Zeitungsverlag


Wenn die Kleinanzeigen ins Internet wandern, müssen die Verlage hinterher. Sechs Zeitungen beteiligen sich deshalb erstmals an der Jobsuchmaschine Kimeta.de, darunter die Verlagsgruppe Rhein Main Media und die NWZ-Gruppe. Bisherige Gesellschafter wie die "Heilbronner Stimme" und der "Mannheimer Morgen" stocken ihre Beteiligungen auf.

Die im Jahr 2005 gegründete Suchmaschine Kimeta durchforstet wie eine Art Google für Stellenanzeigen verschiedene Jobbörsen und Unternehmensportale nach regionalen Angeboten. Laut Bundesanzeiger hat die Plattform im Jahr 2013 einen Jahresüberschuss von rund 750.000 Euro erwirtschaftet und ist eine der fünf reichweitenstärksten in Deutschland. Kimeta konkurriert beispielsweise mit Portalen wie Stepstone, Jobworld und Jobbörse, letzteres wurde erst in der vergangenen Woche für einen Millionenbetrag von Xing gekauft. Für Verlage ist die Suchmaschine vor allem deshalb interessant, weil sie den Häusern mit einer effizienten Technologie ermöglicht, die in Print einst starke Erlössäule der Rubriken ins Netz zu transformieren.

Nach dem Ausstieg des Hightech-Gründerfonds kontrollieren künftig insgesamt neun Verlage etwa 55 Prozent des Darmstädter Job-Suchportals. Zu den neuen Investoren zählen die Verlagsgruppe Rhein Main, die Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung, die Badische Zeitung, der Verlag Nürnberger Presse, die NWZ Mediengruppe und Schwäbisch Media. Neben "Heilbronner Stimme" und "Mannheimer Morgen" ebenfalls im Boot bleibt die Hannoveraner Mediengruppe Madsack, die ihre Anteile unverändert hält.

Für Marc Del Din, Geschäftsführer der Beteiligungsholding der NWZ Mediengruppe („Nordwest-Zeitung“), ist der Einstieg bei Kimeta ein Paradebeispiel für die Verlängerung der bestehenden Wertschöpfungsketten in den Online-Bereich: "Erfolgsbestimmend für die digitale Transformation sind eine klare Vision für das technologie-getriebene Geschäft der Zukunft und Investitionen sowohl in moderne wie klassische IT." Doch auch wegen der Whitelabel-Lösungen für Zeitungs- und Fachverlage sei der Deal von großer strategischer Bedeutung. kl

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