Kiezhelden.com FC St. Pauli startet soziale Plattform

Montag, 05. August 2013
Konzept und Design der Plattform stammen von Thjnk (Bild: Screenshot Kiezhelden.com)
Konzept und Design der Plattform stammen von Thjnk (Bild: Screenshot Kiezhelden.com)


Der Hamburger Fußballclub FC St. Pauli hat mit Kiezhelden.com eine eigene Plattform für gemeinnütziges Engagement ins Leben gerufen. Die Internet-Seite richtet sich an jedermann: an Privatpersonen ebenso wie an Unternehmen. Hier können sie konkrete Ideen oder Projekte vorstellen, womit gesellschaftliche Missstände und soziale Ungleichheiten behoben oder zumindest gemildert werden sollen. Sie können mit Spenden oder durch das persönliche Engagement der Interessenten unterstützt werden. Jeder kann sich bei den Kiezhelden mit seinem Projekt bewerben, das sich nicht nur auf den Hamburger Stadtteil St. Pauli beschränken muss. Einzige Voraussetzung ist vielmehr, dass die Projektidee kreativ und gemeinnützig ist sowie den Leitlinien den FC St. Pauli entspricht. Dessen Ziel ist es laut Michael Meeske, das soziale Engagement im Umfeld des Vereins zu bündeln, innovative Ideen umzusetzen und vor Ort zu helfen. "Kiezhelden ist zwar auf St. Pauli geboren und hat im Viertel sein Wurzeln, ist aber nicht regional gebunden, denn für gute Ideen gibt es keine Grenzen", betont der kaufmännischer Geschäftsführer des Zweitligisten.

Als Kooperationspartner für die Abwicklung der Spendengelder konnte er Betterplace.org für die Kiezhelden gewinnen. Das ist die mittlerweile größte deutsche Internet-Plattform für soziales Engagement, die von dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Gruner + Jahr Bernd Kundrun finanziell unterstützt wird. Das Konzept und Design der Kiezhelden-Seite nebst dem dazugehörigen Text stammen von der Hamburger Werbeagentur Thjnk.

Fünf Projekte, die ihren Ursprung in dem Fußballverein haben, werden dauerhaft bei den Kiezhelden präsent sein. Das ist zum einen Viva con Agua, eine weltweite Initiative, die 2005 von dem ehemaligen Pauli-Spieler Benjamin Adrion gegründet wurde und Projektpartner der Welthungerhilfe ist. Zu den Kiezhelden gehören außerdem Laut gegen Nazis, Fanräume, das Museum des FC St. Pauli und Kiezkick. Hierbei handelt es sich um eine Initiative, die in Zusammenarbeit mit dem Verein seit elf Jahren jeden Freitag bis zu 60 Kindern und Jugendlichen ein kostenloses Fußballtraining anbietet. ejej
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