Kids Verbraucheranalyse 2015 Gespielt wird überall

Dienstag, 11. August 2015
Micky Maus bleibt das beliebteste Kindermagazin.
Micky Maus bleibt das beliebteste Kindermagazin.
Foto: Egmont Ehapa Media

Die diesjährige Kids VA zeigt: Analoges bleibt für Kinder trotz des wachsenden digitalen Angebots von großer Bedeutung. Bei den Magazinen steht Micky Maus nach wie vor an erster Stelle.

Nicht nur für Erwachsene sind Medien unabdingbar, auch im Leben der Kinder nehmen sie einen breiten Raum ein. Das zeigt die aktuelle Kids Verbraucheranalyse (Kids VA). Seit mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnten untersucht Egmont Ehapa Media dafür die Mediennutzung und das Konsumverhalten von 6-13-Jährigen. Eine der interessantesten Erkenntnisse in diesem Jahr: Der Technologiewechsel schreitet zwar voran, Printmedien und klassische Spiele kommen aber immer noch sehr gut an. Fast 90 Prozent der Kinder greifen mindestens einmal wöchentlich zu Büchern oder Zeitschriften. Die meisten lesen ein Magazin bis zum Ende und blättern auch in älteren Ausgaben immer wieder gerne.

Kinder beschäftigen sich ausgedehnt mit Magazinen
Kinder beschäftigen sich ausgedehnt mit Magazinen (Bild: Horizont)
Das beliebteste Magazin der 6-13-Jährigen bleibt das "Micky Maus Magazin", mit dem "Lustigen Taschenbuch" und "Wendy" halten sich außerdem zwei andere Dauerbrenner in den Top 10 der beliebtesten Magazine.
Das Micky Maus Magazin verteidigt den Platz an der Spitze
Das Micky Maus Magazin verteidigt den Platz an der Spitze (Bild: Horizont)
Doch auch das Internet spielt eine große Rolle. Die Zahl der Kinder, die einen Computer nutzen, stagniert zwar bei 82 Prozent. Dafür gehen immer mehr Kids mit einem Smartphone oder Tablet online. Die Nutzung dieser Geräte hat sich im Vergleich zu 2014 nochmals um 5 Prozent gesteigert, ihr Anteil liegt nun bei 48 Prozent. 80 Prozent der 10-13-Jährigen geben sogar an, ein eigenes Handy Smartphone zu besitzen.
Fast alle älteren Kinder haben ein Handy
Fast alle älteren Kinder haben ein Handy (Bild: Horizont)
Während Tablets insbesondere zum Spielen verwendet werden, nutzen die Kinder die Handys und Smartphones meist zur Kommunikation.
Das Handy oder Smartphone wird von Kindern besonders häufig zum Telefonieren und Nachrichten versenden genutzt
Das Handy oder Smartphone wird von Kindern besonders häufig zum Telefonieren und Nachrichten versenden genutzt (Bild: Horizont)


Die Häufigkeit, mit der Kids ins Netz gehen, hat leicht zugenommen. Dabei bestätigt sich, was zu vermuten war: Ältere Kinder sind öfter und länger online als jüngere – meistens um Musik zu hören oder Infos für die Schule zu sammeln, aber auch zum Surfen.
Vor allem ältere Kinder sind online
Vor allem ältere Kinder sind online (Bild: Horizont)
Die beliebteste Anlaufstelle für letzteres ist mit großem Abstand die Super-RTL-Plattform Toggo, auch die Online-Auftritte von Magazinen werden gerne und oft besucht.
Besonders gern wird auf Magazin-Websites gesurft
Besonders gern wird auf Magazin-Websites gesurft (Bild: Horizont)
Obwohl viele Kinder mit eigener Technik ausgestattet sind oder Zugang zu einem Computer oder Tablet haben, stehen klassische Spiele nach wie vor hoch im Kurs. Fast alle Kinder besitzen Brettspiele, Playmobil und Lego stehen auf den Wunschzetteln weit oben.

Insgesamt zeigen die Kinder eine hohe Akzeptanz für Werbung – besonders im Fernsehen und in Zeitschriften ist sie gern gesehen – und ein ausgeprägtes Markenbewusstsein.
Besonders TV-Werbung wird gern geschaut
Besonders TV-Werbung wird gern geschaut (Bild: Horizont)
Je nach Produktkategorie lassen sich in den verschiedenen Altersgruppen aber große Schwankungen feststellen: Während Ältere vor allem bei Sportschuhen und Smartphones Wert auf bestimmte Marken legen, ist es für die Jüngeren wichtig, dass die Spielsachen Markenware sind. Bei einem sind sich aber alle Altersgruppen einig: Süße Brotaufstriche und Cornflakes schmecken besser, wenn eine bekannte Marke dahintersteht. Anna Lisa Lüft
Markenware ist für Kinder oftmals ein Muss
Markenware ist für Kinder oftmals ein Muss (Bild: Horizont)

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