Kehraus bei Springer Welche Titel bald in der Funke Mediengruppe erscheinen

Freitag, 26. Juli 2013
Springer trennt sich von einigen Traditionstiteln
Springer trennt sich von einigen Traditionstiteln

Axel Springer konzentriert sich schon seit Jahren auf den Ausbau des Digitalgeschäfts. Wer an der Entschlossenheit des Berliner Verlages bislang gezweifelt hat, der wird spätestens jetzt eines besseren belehrt. Mit dem Verkauf der Regionalzeitungen und Zeitschriften an die Funke Mediengruppe kappt Springer einen Teil seiner historischen Wurzeln. HORIZONT.NET gibt einen Überblick, welche Medienmarken den Besitzer wechseln.

Hamburger Abendblatt

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Das 1948 gegründete "Hamburger Abendblatt" ist die laut Springer meistgelesene Tageszeitung in der Stadtregion Hamburg und - ebenfalls laut Springer - "eine der erfolgreichsten regionalen Abonnementzeitungen Deutschlands". Der Titel kostet derzeit 1,40 Euro unter der Woche und 1,80 am Samstag. Wie eine Auswertung mit dem HORIZONT.NET-Reichweitentool Mediaradar zeigt, ist die Gesamtauflage seit Anfang 2007 von 257.000 Exemplaren auf heute 196.000 Exemplare zurückgegangen.

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Für weitere Titel bitte umblättern

Berliner Morgenpost

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Die 1898 gegründete und 1959 von Springer übernommene "Berliner Morgenpost" erscheint außer an Werktagen (1 Euro) auch am Samstag (1,20 Euro) und Sonntag (1,60 Euro). Kern ist die Berliner Lokalredaktion, die den Hauptstädtern den laut Springer größten Regionalteil Berlins bietet. Wie der Mediaradar zeigt, ist die Gesamtauflage seit Anfang 2007 von 148.000 auf heute 118.000 Exemplare zurückgegangen.

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Hörzu

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Die 1946 gestartete "Hörzu" ist laut Springer die größte wöchentliche Programmzeitschrift Europas. Für den Programmteil sowie die Hintergrundberichte, Interviews und Reportagen wird am Kiosk ein Copypreis von 1,70 Euro aufgerufen. Auch hier ist die Gesamtauflage rückläufig. Während Springer Anfang 2007 noch rund 1,5 Millionen Exemplare verkaufte, waren es bei der IVW 2/2013 noch gut 1,2 Millionen.

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TV Digital

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Seit 2004 erscheint "TV Digital". Die Programmzeitschrift für das digitale Fernsehen präsentiert alle zwei Wochen neben den frei empfangbaren Sendern auch das ganze Angebot im Pay-TV. Der Copypreis liegt bei 1,85 Euro. "TV Digital" hat seine Verkäufe seit 2007 sogar gesteigert - und zwar von 1,87 Millionen auf knapp 1,9 Millionen Exemplare.

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Funk Uhr

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Die auf weibliche Leser fokussierte "Funk Uhr" erscheint seit 1952. Für den Programmteil und Geschichten rund um die Themen Gesundheit, Partnerschaft, Ernährung und Reise legen die Leserinnen derzeit 1,10 Euro auf den Tisch. Die Auflage der "Funk Uhr" hat in den vergangenen Jahren massiv gelitten. Seit 2007 ging die verkaufte Auflage von 736.000 auf heute 488.000 Exemplare zurück.

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Bildwoche

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Der Zwitter aus Freizeitillustrierter und wöchentlicher Programmzeitschrift erscheint seit 1983. Neben dem TV-Programm lockt die Zeitschrift mit Ratgeber- und Servicethemen, Rätseln und Denkspielen. Das ist den Lesern jede Woche 1,10 Euro wert. Die werden aber immer weniger. Die Gesamtauflage des Titels ist seit 2007 von 237.000 auf 122.000 Exemplare zurückgegangen.

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TV Neu

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"TV Neu" ist seit 1992 auf dem Markt und richtet sich vor allem an Sparfüchse. Gerade einmal 79 Cent kostet die wöchentliche TV-Zeitschrift, die jeden Programmtag auf sechs Seiten präsentiert. Zudem gibt es einen Magazinteil mit Hintergrundberichten und Ratgeberthemen. Bei den Lesern kommt das Angebot nur mäßig an. Der Gesamtverkauf ist seit 2007 von 181.000 auf nur noch 77.000 Exemplare gesunken.

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Bild der Frau

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Seit 1983 bringt Springer jede Woche die "Bild der Frau'" an den Kiosk. Die Lektüre der laut Springer größten Frauenzeitschrift Deutschlands lassen sich die Leserinnen derzeit 1,10 Euro kosten. Die Auflage kann sich weiterhin sehen lassen. Zuletzt brachte Springer den Titel 887.000 Mal an die Frau, 2007 waren es noch 1,13 Millionen Exemplare gewesen.

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Frau von Heute

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Die "Frau von Heute" gehört zu den jünger und frecher positionierten Springer-Titeln im Frauensegment. 2003 kam die wöchentlich erscheinende Zeitschrift auf den Markt. Am Kiosk kostet eine Ausgabe derzeit 89 Cent. Selbst das ist vielen Lesern noch zu teuer. Der Gesamtverkauf ging seit 2007 von 424.000 auf 127.000 Exemplare zurück.

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Hamburger Wochenblatt

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Das kostenlose "Hamburger Wochenblatt" erscheint seit 1975. Der Titel erscheint im Verbund mit fünf Verlagen. Laut Verlagsangaben werden mit insgesamt 25 Lokalausgaben mehr als 1,1 Millionen Haushalte erreicht.

Berliner Woche

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Die "Berliner Woche" erscheint in 33 lokalen Ausgaben und ist laut Springer mit über 1,53 Millionen Exemplaren die auflagenstärkste kostenlose Wochenzeitung Berlins.
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