Karriere- und Content-Netzwerk Xing startet Werbevermarktung im News-Bereich

Donnerstag, 18. August 2016
Sponsored Post bei Xing
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Werbevermarktung XING Dmexco Deutsche Bahn


Damit mehr Geld im Netz hängen bleibt: Das Online-Karrierenetzwerk Xing erweitert sein Geschäftsmodell strategisch um Werbevermarktung. Vor allem ein Format steht im Vordergrund.

Bislang wollte Xing von nennenswerter Werbevermarktung seiner neuen Content-Umfelder gegenüber einer attraktiven und gut adressierbaren Zielgruppe offiziell nichts wissen: Man habe bereits ein funktionierendes Geschäftsmodell, hieß es stets. Daher hat sich die Plattform mit Sponsored Posts im Stream der Nutzer begnügt, die Werbekunden per Selbstbuchungstool schalten können. Jetzt aber geht Xing das Thema systematisch an: Es gibt nun ein eigenes Advertising-Bilanzsegment, ein Sales-Team ist im Aufbau. Auf der Digitalmesse Dmexco im September will die Burda-Tochter (50,3 Prozent) ihre künftigen Werbeformate präsentieren.

So verschickt Xing mittlerweile personalisierte Werbemails – auch mit Videos. Größte Hoffnungen ruhen indes auf dem neuen Format Sponsored Articles. Diese nativen Anzeigen erscheinen, schon in der Überschrift klar gekennzeichnet, in den Branchen-News und damit auch im Stream der Mitglieder. Dort erreichen sie über 4 Millionen Nutzer, die sich für mindestens einen der Branchenkanäle registriert haben. Zu den ersten Kunden gehört die Deutsche Bahn. Warum Xing nun doch in Richtung Werbevermarktung netzwerkt – das lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 33/2016 vom Donnerstag, 18. August. Und auch, warum sich die Plattform künftig Fragen nach der redaktionellen Unabhängigkeit gefallen lassen muss – und wie die Antworten ausfallen.

Nach dem Aufbau der wirtschaftsjournalistischen Debattenplattform "Klartext" im Oktober 2015 und spezieller Präsentationsseiten für Multiplikatoren ("Branchen-Insider") vor zwei Monaten übernimmt die Burda-Tochter damit weitere klassische Medienaufgaben. Dies stützt die These, dass Digitalplattformen mit ihren Nutzerkontakten, ihrer Technologie, ihren Daten und nun eben auch mit eigenen Inhalten immer mehr Verlagsfunktionen übernehmen. rp

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