Kampagne für "Santa Clarita Diet" Netflix wirbt doch wieder blutig

Montag, 27. Februar 2017
Netflix legt mit einem neuen Werbemotiv nach
Netflix legt mit einem neuen Werbemotiv nach
© picture alliance / Paul Zinken/dpa
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Netflix Potsdamer Platz Werbekampagne Berlin


Eine Out-of-Home-Kampagne von Netflix für die Serie "Santa Clarita Diet" schlug vergangene Woche hohe Wellen: Einige Bürger fühlten sich von der blutigen Bildsprache abgestoßen. Die Kritik rief sogar den deutschen Werberat auf den Plan, Netflix ließ die Motive danach bundesweit abhängen. Nun hat der Streamingdienst ein neues Plakat in Berlin angebracht - und das hat es erneut in sich.
Auf dem Motiv, das am Potsdamer Platz mittten in der Hauptstadt hängt, sieht man "Santa Clarita Diet"-Hauptdarstellerin Drew Barrymore mit einem wahrhaft herzhaften Burger: Zwischen Brötchen und Salatblättern steck ein großes, blutiges Herz. Hintergrund: Barrymore spielt in der Serie eine brave Mutter, die zum Zombie mutiert und dadurch einen großen Appetit auf Menschenfleisch bekommt. Zuletzt warb Netflix für die Serie mit einer Reihe von Motiven, die das Thema auf humorvolle Weise in Szene setzen sollten - etwa einen als Currywurst drapierten zerschnittenen Finger. Einige Bürger fanden das aber gar nicht lustig und beschwerten sich beim Deutschen Werberat. Dieser forderte Netflix zu einer Stelungnahme auf. Normalerweise können die Werbehüter, wenn der Werbungtreibende nicht reagiert, eine öffentliche Rüge aussprechen. Das wollte man bei Netflix offenbar nicht riskieren - deswegen wurden die Motive bundesweit entfernt.

Das neue Motiv ist der Versuch, zwar offensiv, aber doch sensibel für "Santa Clarita Diet" zu werben: "Auch wenn wir zu dem Motiv stehen, das gut zu der Fernsehserie passt, haben wir uns entschieden, das "Currywurst"-Plakat am Potsdamer Platz durch ein entschärftes Werbemotiv zu ersetzen. Wir hoffen, dass die Berliner es mögen werden", sagt ein Netflix-Sprecher auf Nachfrage von HORIZONT Online. Das Motiv ist nur auf der Großfläche am Potsdamer Platz zu sehen - und auch nur noch bis zum 28. Februar. ire
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