Kampagne "Hamburger Abendblatt" lässt Leser aus Bremen fremdgehen

Montag, 21. Oktober 2013
Die Motive sind als CLPs in Hamburg zu sehen
Die Motive sind als CLPs in Hamburg zu sehen


Das "Hamburger Abendblatt" wird 65 - und feiert sich mit einer umfangreichen Kampagne selbst. Kernstück der Maßnahmen ist ein charmanter 60-Sekünder, der seit der vergangenen Woche in Hamburger Kinos zu sehen ist - und in dem ausgerechnet ein Leser aus Bremen die Hauptrolle spielt. Die Kampagne ist die erste große Arbeit von Oliver Voss für die Tageszeitung. "Jan-Carsten Fricke führt ein ganz normales Leben im ganz normalen Bremen", führt eine Stimme aus dem Off den Protagonisten des Kinospots ein - allerdings geht er einer heimlichen Leidenschaft nach, die nicht nur seiner Ehefrau zu schaffen macht, sondern auch die Familie und Freunde an Jan-Carsten zweifeln lässt: Er liest heimlich eine Zeitung aus dem rivalisierenden Hamburg.

Ergänzt wird der humorvolle Spot (Produktion: Tony Petersen Film Hamburg/Regie: Nathan Nill) durch eine interaktive Komponente: Auf Facebook kann man sich mit dem armen Bremer Jan-Carsten Fricke anfreunden. Außerdem beinhaltet die Kampagne City Light Poster und Anzeigen, die mit dem traditionellen Logo des "Hamburger Abendblatts" spielen. Die Jubiläumskampagne ist der erste große Aufschlag der Werbeagentur Oliver Voss für das "Abendblatt", die den Etat in diesem Jahr von Thjnk übernommen hat.

Das "Hamburger Abendblatt" stand zuletzt durch ihren Verkauf selbst in den Schlagzeilen: Axel Springer verkauft die Traditionszeitung zusammen mit der "Berliner Morgenpost" und einer ganzen Reihe von Zeitschriften zum Jahreswechsel für 920 Millionen Euro an die Essener Funke Mediengruppe. Derzeit wird der Deal vom Bundeskartellamt unter die Lupe genommen. dh
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