KEF-Vorgaben ZDF strafft Unternehmensorganisation

Montag, 18. November 2013
ZDF-Intendant Thomas Bellut (Bild: ZDF)
ZDF-Intendant Thomas Bellut (Bild: ZDF)


Das ZDF soll bis zum Jahre 2016 satte 75 Millionen Euro Personalkosten einsparen. Diese Auflage hatte die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) der Sendeanstalt aufgebrummt. Nicht zuletzt deswegen hat das ZDF weitere Veränderungen in der Unternehmensorganisation beschlossen. So wird die Direktion Europäische Satellitenprogramme (ESP), bei der etwa die Programmplanung für 3Sat und Arte liegt, mittelfristig in andere bestehende Direktionen integriert. Dazu werden bislang getrennte Programmbereiche in gemeinsamen Plattformredaktionen organisiert - Vorbild hierfür könnte etwa die im vergangenen Jahr geschaffene Redaktion "Kultur Berlin" sein. Auch unterstützende Bereiche wie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sollen fusioniert werden. Auf die Zusammenarbeit mit den 3Sat-Partnern ARD, SRG und ORF soll die Umstrukturierung keine Auswirkungen haben. Der Umbau soll nach Angaben des ZDF bis 2017 abgeschlossen sein - und damit ein Jahr nach Ende des für die Einsparungen anvisierten Zeitraumes.

"Der bevorstehende Umbau ist ein weiterer wichtiger Beitrag zur Optimierung unserer internen Strukturen", sagt ZDF-Intendant Thomas Bellut. "Das langfristige Ziel ist ein schlankes und leistungsfähiges öffentlich-rechtliches Medienunternehmen. Im Kern stehe dabei das Programm." Der Integrationsprozess diene der Stärkung der Bereiche Kultur und Wissen im Verbund der ZDF-Programmfamilie, so Bellut weiter. Inhaltliche Auswirkungen auf die Programmangebote von 3Sat und Arte seien damit nicht verbunden. ire
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