Jugendkanal von ARD und ZDF Länder verlangen Nachbesserungen

Freitag, 25. Oktober 2013
Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor sagte die Klärung offener Fragen zu
Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor sagte die Klärung offener Fragen zu
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Jugendkanal ARD ZDF Heidelberg Nachbesserung Kostenrahmen NDR



ARD und ZDF müssen ihr Konzept für einen gemeinsamen Jugendkanal nachbessern. Die Ministerpräsidenten der Länder forderten bei ihrem Treffen in Heidelberg von den Öffentlich-Rechtlichen die Klärung finanzieller und inhaltlicher Fragen. Unter anderem soll geprüft werden, ob der veranschlagte Kostenrahmen von 45 Millionen Euro pro Jahr ausreicht.
"Beitragsstabilität ist ein Punkt, der uns allen wirklich wichtig ist", sagte die rheinland-pfälzische Minsterpräsidentin Malu Dreyer, die die Medienpolitik der Bundesländer koordiniert, nach dem Treffen der Länderchefs in Heidelberg. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs KEF soll den Kostenrahmen von 45 Millionen Euro nun überprüfen.

ARD und ZDF teilten mit, dass das Programm- und Finanzkonzept für den Jugendkanal unter hohem Zeitdruck entstanden ist. Man werde dem Wunsch der Länderchefs nach weiteren Detailfragen nachkommen: "Ich freue mich, dass die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten dem Vorhaben grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber stehen", sagt der ARD-Vorsitzende und NDR Intendant Lutz Marmor. "Thomas Bellut und ich haben den Ländern zugesagt, die Finanzobergrenze von 45 Millionen einzuhalten und hierfür keine Beitragserhöhung zu beantragen."

Der gemeinsame Sender, auf den sich ARD und ZDF in der vergangenen Woche geeinigt haben, soll sich an Jugendliche von 14 bis 29 Jahren richten. Die Federführung liegt beim Südwestrundfunk. Die ARD soll zwei Drittel der geplanten Kosten von 45 Millionen Euro pro Jahr tragen, das ZDF ein Drittel. Inhaltliche Details sind noch nicht bekannt. Vorgesehen sind die Programmfarben Musik, Information, Unterhaltung und Film. Der Sender soll crossmedial arbeiten und Inhalte für TV, Radio und Internet bieten. dh
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