Journalistenverband DJV klagt in Karlsruhe gegen Tarifeinheitsgesetz

Montag, 06. Juli 2015
Der DJV-Vorsitzende Michael Konken
Der DJV-Vorsitzende Michael Konken
Foto: DJV/Anja Cord

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) zieht wie auch andere Spartengewerkschaften gegen das Tarifeinheitsgesetz vor das Bundesverfassungsgericht. Nachdem Bundespräsident Joachim Gauck das Gesetz unterschrieben habe, wolle der DJV es per einstweiliger Anordnung verhindern, teilte der DJV Montag in Berlin mit.
"Das Tarifeinheitsgesetz beschränkt die uns von der Verfassung garantierten Entfaltungsmöglichkeiten. Uns droht vom ersten Tag seiner Gültigkeit an erheblicher Schaden", begründet der DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken den Gang nach Karlsruhe. Nur wenn sich Gewerkschaften im bisher anerkannten Umfang frei entfalten könnten, seien sie in der Lage, die Interessen ihrer Mitglieder effektiv zu vertreten, insbesondere als ultimo ratio auch Arbeitskämpfe zu führen. "Für dieses Recht der umfassenden Interessenvertretung kämpfen wir vor dem Bundesverfassungsgericht", betont Konken. Der DJV hat 36.000 Mitglieder. Er handelt zusammen mit Verdi die Tarifverträge in Redaktionen aus. dh/dpa
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