Joachim Steinhöfel Matussek-Anwalt widerspricht Beleidigungs-Vorwürfen

Mittwoch, 18. November 2015
Matthias Matussek
Matthias Matussek
Foto: dpa

Gestern trennte sich die "Welt" von ihrem umstrittenen Autor Matthias Matussek, nachdem dieser in einer Redaktionskonferenz seine Vorgesetzten, Chefredakteur Jan-Eric Peters und dessen Vize Ulf Poschardt, als "durchgeknalltes Arschloch" bzw. "Arschloch" beleidigt haben soll. Nun widerspricht Matusseks Anwalt Joachim Steinhöfel dieser Darstellung: Sein Mandant habe Peters und Poschardt nicht beleidigt. Er sei nicht einmal in der Konferenz gewesen.
"Herr Matussek hat weder Herrn Peters noch Herrn Poschardt als 'durchgeknallt' und/oder 'Arschloch' und/oder 'durchgeknalltes Arschloch' bezeichnet. Er hat den Konferenzraum gar nicht betreten und ist Herrn Peters heute auch nicht begegnet", schreibt Steinhöfel auf der Facebookseite seiner Anwaltskanzlei.

In verschiedenen Medien werden verschiedene Äußerungen kolportiert, die unser Mandant, Herr Matthias Matussek, heute...

Posted by Rechtsanwälte Steinhöfel on Dienstag, 17. November 2015
Nach Darstellung von "Meedia" soll jedoch genau das in besagter Konferenz passiert sein, woraufhin Matussek erst von der Konferenz ausgeschlossen worden sei. Der Branchendienst bezieht sich dabei auf "Verlagskreise". Anschließend trennte sich die "Welt" von ihrem Autor. Gründe dafür nannte der Axel Springer Verlag nicht. Und auch zu Steinhöfels Posting wollte Springer auf Nachfrage von HORIZONT Online keine Stellungnahme abgeben. Auslöser des Streits war eine umstrittene Äußerung Matusseks auf Facebook, in der er zu den Anschlägen von Paris Stellung bezog. "Ich schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen", schrieb Matussek und garnierte diese Aussage mit einem lächelnden Smiley. Dieses änderte kurz darauf in ein traurig dreinblickendes ab. "Welt"-Chefredakteur Peters distanzierte sich kurz darauf von seinem Autor.

Matussek selbst bezeichnete seine Feuerung auf Facebook inzwischen als "irgendwie unlogisch", da er ja "Wahrheiten ausgesprochen" habe. ire
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