Jalag "Vital" will Frauenmagazin für Körper, Geist und Seele werden

Donnerstag, 12. Dezember 2013
Das Cover der "Vital"-Ausgabe 1/14
Das Cover der "Vital"-Ausgabe 1/14

Frischzellenradikalkur: Der Jahreszeiten Verlag (Jalag) erfindet seinen Gesundheitstitel "Vital" als Frauenmagazin neu. Ab der Januar-Ausgabe, die in der kommenden Woche erscheint, gibt es eine veränderte Rubriklogik, neue Inhalte - etwa Modethemen - und Beigaben sowie kräftigeres Papier. Und wie schon andere Befindlichkeits-Frauenmagazine verpasst sich auch "Vital" ein PR-taugliches flauschiges Konzeptkennwort: "Wohlfühlglück". Schon vorne wird es ganz gefühlig: Nach dem Cover mit neuem, weicheren Logo und ruhigen, untereinander ähnlichen Farben und Schriften geht es im Einstieg um das "Gefühl des Monats". Die Hauptrubriken danach werden nicht mehr funktional - etwa Beauty, Food - benannt, sondern entlang dem Dreiklang Körper (Ressortname: "Energie"), Geist ("Balance") und Seele ("Entspannung"). Expertenwissen und auf gleich mehreren Seiten ("Vital Forum") auch Interaktion mit den Leserinnen werden eingebunden, ebenso auf der Website mit Anschluss an soziale Netzwerke. In jedem Heft, das künftig genretypisch mit Klebebindung erscheint, gibt es zudem einen Monatsplaner mit Wohlfühltipps zum Heraustrennen.

Hintergrund des Relaunches: Der Traditionstitel "Vital", den der Jalag 1970 vom Ehapa Verlag gekauft hatte, hat die Themen Gesundheit und Wohlfühlen für Frauenzeitschriften in Deutschland einst salonfähig gemacht - kann aber seit einiger Zeit trotz der Übernahme der Leser des 2010 eingestellten G+J-Magazins "Healthy Living" nicht von der Konjunktur dieser Themen profitieren, anders als andere, jüngere Titel. Im Fünfjahrestrend sind die "Vital"-Verkäufe um 28 Prozent gesunken und liegen nun (3. Quartal 2013) bei 183.714 Exemplaren, 11 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Chefredakteurin ist Carolin Streck, die im April Katja Burghardt abgelöst hatte. Streck war zuvor ihre Stellvertreterin. rp
Meist gelesen
stats