Jahreszeiten Verlag Wachstumspläne mit vier neuen Titeln und Mandantengeschäft

Freitag, 03. Februar 2017
Peter Rensmann
Peter Rensmann
Foto: Jalag

Four Seasons: Der Jahreszeiten Verlag (Jalag) wird in den kommenden 11 Monaten vier neue regelmäßige Zeitschriften herausbringen – und damit sein Portfolio im Vergleich zu Anfang 2016 fast verdoppeln. „Wir wollen es 2017 wissen“, sagt Geschäftsführer Peter Rensmann.

Das größte Projekt ist das „GU Magazin“ (Arbeitstitel), ein Ratgeberheft für Frauen mit einer Druckauflage von 350.000 Stück. Es soll ab Mai zunächst alle drei Monate erscheinen. Lizenzgeber und Inhaltslieferant ist Deutschlands größter Ratgeberbuchverlag Gräfe und Unzer (GU), der wie der Jalag zur Ganske-Gruppe gehört. Bereits im März kommt „Feel Good“, ein Gesundheitsmagazin für junge Frauen und Familien (Druck: 200.000 Hefte). Weitere Themen sind Kosmetik, Kochen und Fitness. Die Chefredaktion übernimmt „Vital“-Chefin Carolin Streck zusätzlich. „Feel Good“ will eine vom Jalag gesehene Lücke schließen zwischen klassischen Frauen-, jungen Fitness- und Senioren-Gesundheitsheften.

Im 4. Quartal steht ein Magazin mit dem TV-Koch Johann Lafer an. Und auch beim Thermomix-Hype mischt der Jalag mit: Weil sich das erste „Für Sie“-Sonderheft „Lieblingsrezepte für den Thermomix“ seit Dezember hoch fünfstellig verkauft hat, plant man für dieses Jahr vier Ausgaben als weitere „Für Sie“-Line Extension (Copypreis: 3,95 Euro).

Feel Good erscheint erstmals im März
Feel Good erscheint erstmals im März (Bild: Jalag)
Für die Vermarktungssparte Brand Media sollen die neuen Titel – auch die beiden aus 2016 („Foodie“, „Robb Report“) – jene Lücke schließen, die Medweth durch seinen Wechsel zu G+J gerissen hat. Zudem wird man versuchen, für große Kunden oder Kampagnen stärker mit anderen Verlagen zusammenzuarbeiten. Solche Kooperationen – gegenseitige Trading-Deals, um die Kampagnenreichweiten zu vergrößern – gab es wohl vereinzelt bisher mit Klambt, Inspiring Network und dem Zeit-Verlag.

Außerdem kündigt Ganske-Zeitschriftenvorstand Ingo Kohlschein an, bald auch externe Titel als Mandanten in bestimmten Branchen exklusiv zu vermarkten - wie nun die "Zeit" im Pharmamarkt. Er würde hier gerne offensiver agieren: „Wir vertrauen darauf, dass der Gesetzgeber die Fesseln für eine zeitgemäße betriebswirtschaftliche Zusammenarbeit von Verlagen endlich lockert und die angekündigte Liberalisierung des Kartellrechts bald umsetzt.“ Mehr zum Thema sowie eine erste Bilanz der 2016er Neustarts „Foodie“ und „Robb Report“ lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 5/2017 vom Donnerstag, 2. Februar. rp

 

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