JCDecaux Olympische Spiele fordern ihren Tribut

Freitag, 08. November 2013
Jean-François Decaux (Bild: Stefanie Rex)
Jean-François Decaux (Bild: Stefanie Rex)

Die Olympischen Spiele in London hatten die Latte hoch gelegt. Mit den Vergleichszahlen aus 2012 kann Außenwerber JCDecaux im 3. Quartal diesen Jahres zumindest nicht mithalten. Der Umsatz des französischen Unternehmens, das mit 90,1 Prozent die Mehrheit an der Berliner Wall AG hält, ging um 0,7 Prozent auf 631,6 Millionen Euro zurück (III/2012: 636 Millionen Euro). Laut Vorstandschef Jean-François Decaux sind die Umsatzzahlen dennoch besser als erwartet. Hatten die Olympischen Spiele 2012 im vergangenen Jahr noch für einen Umsatzschub von circa 20 Millionen Euro gesorgt, sei es erfreulich, den organischen Umsatz dennoch auf ähnlichem Niveau halten zu können. Die Werbeeinnahmen im Kerngeschäft, das heißt ohne der Umsätze aus Verkauf, Vermietung und Wartung von Stadtmöbeln, gingen im Berichtszeitraum um 0,6 Prozent zurück.

Dabei kann gerade das Segment Stadtmöblierung eine Erholung verzeichnen. Im 3. Quartal kletterte der Umsatz um 2,9 Prozent auf 267,8 Millionen Euro, organisch (bereinigt um Übernahmen/Veräußerungen und Wechselkurseffekte) liegt das Plus bei 6 Prozent. Zwar musste JCDecaux in Frankreich einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen, verzeichnete aber in Großbritannien und im übrigen Europa, dort übrigens nach sieben Quartalen mit Umsatzrückgängen, positive Zahlen.

Bei den Transportmedien fiel der Umsatz um 5,3 Prozent auf 254,2 Millionen Euro, organisch um 2,4 Prozent. Im Bereich der Großflächenwerbung liegt der Umsatz im 3. Quartal bei 109,6 Millionen Euro - ein Plus von 2,1 Prozent. Das organische Minus von 8,6 Prozent führt JCDecaux auf die Übernahme von 25 Prozent das russischen Außenwerber Russ Outdoor zurück.

Für das 4. Quartal 2013 erwartet der Konzern ein organisches Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich - und baut bis dahin seine Führungsposition in der Out-of-Home-Branche weiter aus. Mit 85 Prozent ist JCDecaux bei Eumex eingestiegen, dem Marktführer für Stadtmöblierung in Lateinamerika. Zusammen mit dem kürzlich geschlossenen Vertrag in Sao Paulo vermarkten die Franzosen damit künftig 36.000 Werbeflächen in 65 lateinamerikanischen Städten. kl
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